12.04.2007, 00:00 Uhr

BESSER GEHT'S NICHT. EIN VIERTEL DER MEISTERSCHAFT IST ABSOLVIERT UND...

Besser geht's nicht. Ein Viertel der Meisterschaft ist absolviert und...

Besser geht's nicht. Ein Viertel der Meisterschaft ist absolviert und welcher Star der Bundesliga sich auch ein Stelldichein gegen die Austria gegeben hat, er musste jedes Mal mit Achselzucken feststellen, dass die Violetten unbeugsame Riesen sind. Heuer sind wir die Schwergewichter, an denen sich alle neun Mitstreiter die Zähne ausgebissen haben. Wir wollen versuchen herauszuarbeiten, wo die Eckpfeiler für unseren Siegeszug zu finden sind. Als einziges Team der Bundesliga sind wir noch ungeschlagen, ebenso unsere Amateure in der Red Zac, die in sieben Runden noch keine Niederlage einstecken mussten. Drängt sich die Frage auf: Austria im Rausch, der Rest mit Katerstimmung? "Wir können auf beide Mannschaften sehr stolz sein", freut sich General Manager Thomas Parits, der nach den Resultaten nicht nur wegen des positiven Feedbacks zufrieden ist. "Wir konnten auch unsere Fans ein wenig versöhnen. Die Stimmung nach dem Kärnten-Sieg war einmalig, so würde ich es mir immer wünschen." Die Gründe dafür sind vielfältig. Endlich wird die von allen gelebte Philosophie deutlich: Teamwork ist das Wichtigste. Parits erklärt: "Wenn ich mir den neuesten VIOLA-TV-Bericht an sehen, wird von Fränky Schiemer eigentlich schon alles erklärt. Er ist Stammspieler und sagt, dass er froh ist, von Routiniers wie Blanchard lernen zu können. Das ist das, warum ich mit der Zunge schnalze. Darauf haben wir hart hingearbeitet, um eine gesunde Hierachie in die Mannschaft zu bekommen." Blanchard, Safar, Bak, Kuljic und Acimovic sind das Gerippe, rundherum haben wir eine tolle Gruppe, die harmoniert. So eine Konstellation, in der sich alle so brüderlich vertragen wie in einem Gemeindebau, sucht man oft jahrelang. Wenn das Kollektiv funktioniert, kommt die individuelle Stärke und die hervorragende Arbeit, die Coach Georg Zellhofer und sein Trainerteam Woche für Woche leisten, zum Tragen. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir nur über Negativserien gelesen, heute hat sich das Blatt gewendet. Vor exakt einem Jahr haben wir in Runde 9 erstmals gewonnen und waren nur Achter. Jetzt darf schon wieder der Rechenstift gezückt werden, aber diesmal im positiven Sinn. War es 2006/07 der Negativlauf, ist es 2007/08 die andere Seite der Medaille - die besten Austria-Starts in der Bundesliga. In den Saisonen 02/03 sowie 00/01 gab es auch jeweils neun Spiele ohne Niederlage, auf den Rekord von 11 Spielen (94/95) fehlt gar nicht mehr viel. Muss man jetzt auf die Euphoriebremse treten? Parits lacht: "Nein, wir haben Selbstvertrauen und brauchen keinen anderen stark zu reden. So eine Serie kommt nicht von ungefähr. Wir lassen wenige Fehler zu und wenn einer passiert, korrigiert ein starker Szabolcs Safar." Sechs Spiele, nur ein Gegentor - das sagt alles. Parits weiter: "Die Mannschaft ist jung, alles wird mit der Zeit noch besser greifen. Wir sind auf einem guten Weg, aber erst am Beginn unserer Reise. Unser Ziel war es, Salzburg zu ärgern, das haben wir geschafft. Und wir wissen jetzt auch, dass wir uns vor niemandem verstecken müssen. Wir haben nicht mehr so ein hohes Budget wie in den Vorjahren, aber hohe Qualität." Das perfekte Bild der Gegenwart rundet noch ein weiterer Punkt ab: Wir spielen mit so vielen Österreichern wie seit Ewigkeiten nicht mehr: 75,6 % Österreicher-Anteil bedeuten Platz 3 in der Liga, nur Kärnten und Innsbruck sind vor uns. Auch Amateure-Coach Tommy Janeschitz darf sich den Lorbeer der Monate Juli und August aufsetzen. Er ist der "YoungStar-Coach" der Red Zac, hat die meisten Spieler eingesetzt, die jünger als 01.01.1986 sind. Der Himmel hängt voller Geigen, welche andere Mannschaft kann das noch von sich behaupten?

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 8 18
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. FK Austria Wien 8 14
4. LASK 8 12
5. FC Flyeralarm Admira 8 12
6. CASHPOINT SCR Altach 8 11
7. RZ Pellets WAC 8 11
8. SK Rapid Wien 8 10
9. SV Mattersburg 8 5
10. SKN St. Pölten 8 1
» zur Gesamttabelle