30.04.2007, 00:00 Uhr

AUSTRIA WIEN HAT DERZEIT VIELE GRÜNDE ZUM FEIERN. SIEG IN...

Austria Wien hat derzeit viele Gründe zum Feiern. Sieg in...

Austria Wien hat derzeit viele Gründe zum Feiern. Sieg in Mattersburg, damit seit acht Spielen ungeschlagen, als einzige Bundesliga-Mannschaft noch ohne Niederlage und zum Drüberstreuen auch noch erstmals seit 15 Monaten wieder Tabellenführer! Offensiv wie nie zuvor kreuzte Georg Zellhofer mit seiner Mannschaft im Burgenland auf. Lafata, Kuljic und Lasnik als echte Stürmer, dahinter stopften Metz, Blanchard und Sariyar die Löcher. Das 4-3-3-System, das der Austria-Coach für diese schwere Auswärtspartie zurecht zimmerte, passte lange Zeit lang wie angegossen. Zellhofers Umbau der Mannschaft war allerdings nicht ganz freiwillig, denn mit Spielmacher Milenko Acimovic (Achillessehnen-Reizung) und Außenbahnspieler Emin Sulimani (Zerrung) mussten zwei Stammkräfte der letzten Partien passen. Da Acimovic im Normalfall zuständig für die Standardsituationen ist, war Andi Lasnik der Chef der ruhenden Bälle. Und mit einem seiner angeschnittenen Freistößen überlistete er alle: Aus 30 Metern Entfernung. von halbrechts zum Tor, drehte er das Leder mit viel Effet zur Mitte, Fränky Schiemer irritierte Goalie Almer, der Ball landete im langen Eck. Die Führung, die nur Sekunden später gewaltig wackelte, denn praktisch im Gegenstoß rettete gegen Wagners Schuß die Stange, den Abpraller setzte Jancker übers Tor. Das war's aber auch schon mit den Möglichkeiten der Mattersburger, die natürlich auf den Ausgleich drückten, aber zu keiner zwingenden Möglichkeit kamen. Anders die Austria, die mit Fortdauer des Spiels immer mehr Platz hatte und durch Franz Schiemer, dessen Kopfball Almer nur mehr an die Latte drehen konnte, eine komfortable Führung hätte haben können. Stattdessen wurde es aber noch ein heißer Tanz und eine Abwehrschalcht, auch deshalb, weil Schiemer gegen Wagner die Notbremse ziehen musste und mit Rot wegen Torraub vom Platz flog (77.). Austria ließ die Hand aber nicht mehr von den drei Punkten, daran konnten nicht einmal die sechs (!) Minuten Nachspielzeit von Schiri Brugger etwas ändern. Violett gelang damit der erste Sieg in Mattersburg seit dem 3. Dezember 2005. Doppeltorschütze war damals Roland Linz, der ebenfalls im Stadion war und seinem Ex-Klub die Daumen drückte. Am Montag wird er übrigens seinen Vereinswechsel innerhalb Portugals zu einem UEFA-Cup-Starter. bekannt geben. Mattersburg: Almer; Csizmadia, Sedloski, Mravac (68., Pauschenwein), Fuchs; Atan, Kühbauer, Mörz, Schmidt; Jancker (63., Naumoski), Wagner. FK Austria MAGNA: Safar; Ertl, Bak, Schiemer, Majstorovic (66., Troyansky); Blanchard, Metz, Sariyar; Lafata (61., Standfest), Kuljic, Lasnik (81., Aigner). Gelb: Mravac, Sedloski; Schiemer, Kuljic. Rot: Schiemer (77.). Tor: Lasnik (23.). SR Brugger; 10.700.