05.10.2007, 00:00 Uhr

AM MONTAG MORGEN KEHRTE AUSTRIA-CO-TRAINER SEPP MICHORL VON SEINER...

Am Montag Morgen kehrte Austria-Co-Trainer Sepp Michorl von seiner...

Am Montag Morgen kehrte Austria-Co-Trainer Sepp Michorl von seiner Spionagereise aus Norwegen zurück. Seine ersten Eindrücke zum UEFA-Cup-Gegner der Violetten nach dem 3:1 Auswärtssieg der Hauptstädter bei Sandefjord: „Das Team besticht vor allem durch ein sehr starkes Kollektiv, agiert nominell mit einem 4-3-3-System offensiv.“ Besonders auffallend ist der für nordische Mannschaften ungewöhnliche Spielstil: „Valerenga setzt sehr auf Kombinationsfußball, weniger auf hohe Bälle.“ Auch Ex-Veilchen und Norwegen-Legionär Markus Kiesenebner bestätigt Michorls Beobachtungen. „Oslo ist eine der wenigen Mannschaften in der Liga, die versucht vor allem spielerisch zum Erfolg zu kommen.“ Auch wenn die laufstarken und sehr diszipliniert auftretenden Norweger auf ihr starkes Kollektiv setzen, fielen Michorl beim 3:1  gegen Sandefjord gleich einige Akteure besonders auf: „Alle drei Stürmer präsentierten sich stark. Neben dem isländischen Teamstürmer Gunnar Thorvaldsson werden wir auch auf den junge Flügelstürmer Daniel Fredheim Holm und besonders auf Goalgetter Morten Berre aufpassen müssen, der diesmal gleich doppelt getroffen hat.“ Prinzipiell liegen für Michorl die Vorzüge der Norweger aber in der Defensive. „Valerenga hat die zweitwenigsten Tore der Liga bekommen, hat mit zwei großen Innenverteidigern und speziell mit Teamverteidiger Storbaek rechts eine ganz starke Hintermannschaft.“ Bester Mann am Platz gegen Sandefjord war für den Austria-Co Antreiber und Spielmacher Christian Grindheim, der mit seinen tiefen Pässen immer wieder für Gefahr sorgte und auch das Tor zum 1:0 erzielte. Ex-Austrianer Sebastian Mila saß nur auf der Ersatzbank und kam nicht zum Einsatz. Die Formkurve des norwegischen Topklubs zeigt jedenfalls steil nach oben. In den vergangenen acht Spielen blieb das Team von Coach Harald Aabrekk ungeschlagen, verbesserte sich auf Rang acht in der Tippeligaen. Als kleinen Vorteil für den Gegner sieht Michorl die Tatsache, dass sich Valerenga bereits voll auf den UEFA-Cup konzentrieren kann. „Die Meisterschaft ist für sie gelaufen, weil der Abstand nach hinten und vorne schon zu groß ist. Der UEFA-Cup ist das letzte große Saisonziel von Oslo.“ In Norwegen ist der fünfache Meister jedenfalls eine ganz große Nummer, wie Zellhofers Assistent weiß: „Valerenga ist bei den Anhängern der populärste Klub im Land. Allein zum Auswärtsmatch ins 200 Kilometer entfernte Sandefjord sind über 2.000 Fans mitgekommen.“ Mit einem allzu großen Fanansturm der Wikinger für das Heimmatch im Horr-Stadion am Donnerstag ist trotzdem nicht zu rechnen, da nur 300 Karten für die Gäste aufgelegt wurden. Die Chancen auf ein Weiterkommen der Austria gegen Oslo beziffert Michorl mit 50:50. „Wir werden sicher zwei gute Tag brauchen, ich gehe von zwei knappen Partien aus. Was die Einzelspieler betrifft, bin ich aber überzeugt, dass wir stärker besetzt sind“, gibt sich der Zellhofer-Assistent insgesamt leicht optimistisch.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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