27.05.2007, 00:00 Uhr

AM KAMPFGEIST IST ES JEDENFALLS NICHT GELEGEN, DASS ES AUCH IM DRITTEN...

Am Kampfgeist ist es jedenfalls nicht gelegen, dass es auch im dritten...

Am Kampfgeist ist es jedenfalls nicht gelegen, dass es auch im dritten Bundesliga-Spiel des Jahres wieder nur zu einem Remis gereicht hat. Die Mannschaft musste in diesen 90 Minuten alles geben, war mehr als eine Stunde einen Mann weniger, da Jacek Bak wegen Handspiels im Strafraum vom Platz gestellt wurde. Dafür ist Sanel Kuljic bei der Austria endgültig gelandet, er besorgte gegen Red Bull Salzburg beide Treffer in ausgebuffter Torjägermanier. Giovanni Trapattoni kreuzte mit einer ungewohnt defensiven Aufstellung auf, ließ mit Vonlanthen, Ilic und Leitgeb drei Kreativspieler auf der Bank, dafür setzte er mit Aufhauser, Carboni und Kovac auf geballte Kampfkraft im Mittelfeld, frische Kräfte gab es in der Verteidigung auch mit Miyamoto und Sekagya - in dieser Formation standen die Bullen wahrscheinlich noch nie auf dem Platz. Georg Zellhofer griff ebenfalls zu einer neuen Variante, setzte mit Sulimani und Majstorovic zwei neue Spieler erstmals von Beginn an ein, Lasnik und Aigner mussten draußen bleiben. Die Geschichte des Spiels schrieben aber andere. Unglücksrabe Bak glänzte noch beim 1:0 als Vorbereiter: Traumpaß auf Gercaliu, dessen Vorlage verwertete Kuljic staubtrocken mit einem flachen Schuß ins Eck (21.). Nur Minuten später passierte dem Polen der folgenschwere Fehler, indem er den Ball an Zickler verlor, der alleine auf Szabolcs Safar marschierte, aber nur die Latte traf, den Abpraller wollte Aufhauser per Kopf verwerten, das verhinderte Bak mit der Hand. Die rote Karte war gerecht, den Elfer von Zickler parierte Safar. Typisch an diesem Tag für den Stoiker, denn er war neben dem Doppelpackschützen bester Mann auf dem Platz. Salzburgs Feldüberlegenheit spiegelte sich auch in den Chancen wider, 24 zu 6 Torschüsse hieß am Ende der sehr deutliche Vergleich. Aber "Safi" war immer wieder zur Stelle. Beim 1:1 durch Vonlanthen, der alleine vor ihm stand, war aber auch er machtlos. Danach passierte, was alle erwartet hatten. Red Bull drückte auf die Führung, die gelang aber Violett: Standfest-Flanke von rechts in den Rücken der Abwehr, Kuljic war per Kopf zur Stelle - 2:1. Zugegeben, etwas überraschend, da seit dem Ausschluß nicht mehr sehr viel spielrisch ging. Fast hätte es zum ersten Saisonsieg gereicht, doch Sekagya traf 13 Minuten vor dem Ende mit dem Kopf noch zum Ausgleich. Einen Wermutstropfen gibt es auch noch von David Lafata: Der Tscheche erlitt einen Einriß eines Rückenmuskels und wird bis zu sechs Wochen ausfallen. FK Austria MAGNA: Safar; Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic; Sulimani (75., Ertl), Blanchard, Acimovic (88., Aigner), Gercaliu; Lafata (17., Metz), Kuljic. Red Bull: Ochs; Steinhöfer (41., Ilic), Sekagya, Miyamoto, Dudic; Pitak, Carboni, Kovac, Aufhauser (49., Lokvenc), Jezek (46., Vonlanthen); Zickler. Gelb: Dudic, Kovac. Rot: Bak ( 27., Hand) Tore: Kuljic (21., 67.); Vonlanthen (62.), Sekagya (77.). SR Einwallner; 6.624.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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