09.10.2007, 00:00 Uhr

ALS WOLFGANG MAIR VOR EINEM JAHR ZUR AUSTRIA GEWECHSELT IST, HATTE ER...

Als Wolfgang Mair vor einem Jahr zur Austria gewechselt ist, hatte er...

Als Wolfgang Mair vor einem Jahr zur Austria gewechselt ist, hatte er große Träume. Endlich weg von Red Bull Salzburg, wo er ausgebootet wurde, wollte er bei Violett einen Neuanfang seiner Karriere starten. Im Herbst lief auch noch alles nach Plan und trotz perfekter Winter-Vorbereitung machte ihm letztendlich die Gesundheit im März einen Strich durch die Rechnung. Eine Verletzung spielte ihm übel mit, nach viereinhalb Monaten Pause wegen Bauchmuskelproblemen ist er ein geduldiger Mensch geworden. Jetzt will er er wieder voll durchstarten. Noch im März, als er erstmals die Beschwerden im Beckenbereich verspürte, gehörte er zum Stammpersonal der Veilchen und war auch auf Abruf beim Nationalteam. Dann folgten Monate, die ihm schwer zugesetzt haben. "Am Anfang wußte keiner so recht, was ich wirklich habe und wodurch meine Probleme ausgelöst werden. Immer wieder glaubten wir, dass ich in zwei Wochen wieder spielen kann, dann kam jeweils wieder der Rückschlag. Da ist das Quälendste überhaupt. Wenn du einen Bänderriss hast, weißt du, dass es vier Wochen dauert. Ich konnte mich auf nichts einstellen." Die ganze Sache hat ihn in dieser Phase sehr mitgenommen, aus der Bahn ließ er sich aber nicht werfen. Man stellt sich immer wieder dieselben Fragen: Warum gerade ich? Habe ich etwas falsch gemacht? Aber da muss man Nehmerqualitäten beweisen und wieder aus dem Ringstaub aufstehen, sonst kann eine Karriere schnell vorbei sein. Mair sagt heute in ruhigem Ton: "Ich sehe jetzt alles etwas gelassener. Wenn du verletzt bist, musst du stur deine Dauerläufe runterspulen oder dein Fitnessprogramm monoton duchziehen. Heute kann ich wieder lachen und Spaß beim Training haben und weiß, dass ich fürs Wochenende kämpfe, wo ich beim Spiel dabei sein möchte." Die ersten Erfolgserlebnisse konnte er bereits wieder sammeln. Gegen Altach und Kärnten war er schon wieder im Bundesliga-Einsatz, der Lockenkopf hat sich seine Ziele bereits wieder sehr genau abgesteckt. "Ich will nicht nur im Kader stehen, ich will wie vor meiner Verletzung in die Grundaufstellung." Und noch wer wird sich über den fitten Wolfi sehr freuen - seine Gattin. "Sie musste viel mitmachen und jetzt fällt ihr auch viel Streß weg, denn es gibt sicher nichts Schlimmeres, als einen verletzten Fußballer daheim zu haben." Demnächst haben die beiden noch ein Happening zu feiern. Mair hat es bislang auf 198 Bundesliga-Spiele gebracht, spielt er am Sonntag in Kärnten, könnte er beim Heimspiel gegen Sturm Graz am darauffolgenden Sonntag sein 200er-Jubiläum zelebrieren. Das innere Glück wäre dann wohl perfekt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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