26.12.2007, 00:00 Uhr

ALS SPIELER ERKÄMPFTE SICH MANFRED SCHMID IN ÜBER ZWEI...

Als Spieler erkämpfte sich Manfred Schmid in über zwei...

Als Spieler erkämpfte sich Manfred Schmid in über zwei Jahrzehnten als Veilchen den Status des Fanlieblings. In seinem ersten Jahr als Co-Trainer hat er auch bei den Austria Amateuren seine Visitenkarte abgegeben. Im ersten Teil des Interviews spricht „Schmidl“ über neue persönliche Erkenntnisse, Fortschritte mit seinen Youngsters und den aufstrebenden Markus Suttner. Du bist jetzt vor fast genau einem Jahr Co-Trainer bei den Austria Amateuren geworden, ein Blick zurück bitte… Die Zeit ist schnell vergangen. Vor einem Jahr hat mich Nachwuchschef Ralf Muhr angerufen, ich bin ins Horr-Stadion gefahren und da wartete bereits die gesamte Führungsetage, fragte mich, ob ich mithelfen würde, die Amateure vor dem Abstieg zu bewahren. Ich bin also ursprünglich eigentlich als Feuerwehr gekommen und Cheftrainer Thomas Janeschitz und ich haben gemeinsam nicht nur den Klassenerhalt geschafft sondern dank enormer Fortschritte auch eine tolle Herbstsaison hingelegt. Was hat sich Deiner Meinung nach seit dem vergangenen Jahr konkret verbessert? Wir haben das ganze Spielsystem komplett verändert. Die 38 Tore, die wir bis zum vergangenen Winter kassiert hatten, würden uns heute großteils nicht mehr passieren. Bis zu unserem Ausrutscher in Gratkorn hatten wir gerade einmal 18 Gegentore kassiert und das mit einer Abwehr, in der bis auf Schurli Wimmer durchwegs nur sehr junge Spieler zum Zug kamen. Insgesamt haben wir uns also besonders im Defensivverhalten massiv verbessert. Wir stehen hinten sehr sicher, haben im Duell eins gegen eins und was das Zweikampfverhalten angeht viel dazugelernt und sind auch taktisch um Klassen weiter als noch vor einem Jahr. Wenn Du Dich selbst analysiert, wo findest Du, hast Du Dich persönlich in den letzten zwölf Monaten verbessert? Ich würde gar nicht sagen verbessert, sondern ich bin in einer Frage echt bestätigt worden. Man muss als Trainer seine Entscheidungen durchziehen, beinhart auf Linie bleiben und bei Problemen sofort reagieren. Im Nachhinein gesehen haben wir in der vergangenen Saison etlichen Spielern zu viele Chancen gegeben und bekamen zu wenig dafür zurück. Im Prinzip fällt dir diese Gutmütigkeit als Trainer nur auf den Kopf. Deshalb haben wir das komplett abgestellt, fahren jetzt eine härtere Gangart, auch zum Wohle der gesamten Mannschaft. Das heißt nicht, dass man einem jungen Spieler einen Fehler nicht verzeiht, aber es gibt klare Grenzen. Im Sommer haben wir extrem durchgegriffen und genau deshalb ist die Mannschaft jetzt soviel leichter und besser trainierbar. Welche jungen Spieler haben für Dich seit dem Sommer den größten Sprung gemacht? Nach diesem Herbst ist die Frage sehr schwer zu beantworten. So sehr ich es normal meide, aber ich muss dem ganzen Team ein Pauschallob aussprechen, fast alle haben sehr ordentlich gearbeitet. Angefangen bei Bartolomej Kuru, der mit Günther Kreissl als Vollzeit-Tormanncoach qualitativ wirklich sehr viel weiter gekommen ist. Alexander Grünwald hatte nach seinem starken Einstieg im Frühling zweitweise ein kleines Tief, aber er hat reingebissen und ich bin sicher, dass er uns so wie ein Gorgon, Leovac und Salomon weiter noch viel Freude bereiten wird. Auch Tomas Simkovic wurde diese Saison endlich zum echten Leistungsträger. Er ist ein sehr sensibler Spieler und wir haben in seinem Fall mit Einzelgesprächen und viel Fingerspitzengefühl einiges bewirkt. Dafür hat er uns mit tollen Leistungen und gleich einigen Toren am Platz einiges zurückgegeben. Taktisch muss er noch zulegen, dann ist er vom Potential her ein klarer Fall für die Kampfmannschaft. So, wie Markus Suttner, der zuletzt gegen Sturm Graz bereits im Kampfmannschafts-Kader stand. Suttner ist spielerisch, taktisch und konditionell schon einen Schritt weiter. Er war bei uns wie Andi Ulmer und natürlich unsere Routiniers einer der absoluten Leistungsträger und könnte mittlerweile in jeder Bundesligamannschaft seinen Mann stehen. Wenn alles gut läuft,wird Sutti das vielleicht schon im Frühjahr unter Beweis stellen. Ich denke, er wird das Trainingslager mit der Kampfmannschaft bestreiten und da gilt es, sich zu beweisen. Zuerst hat er aber,wie kein anderer, über Weihnachten eine Verschnaufpause verdient.  Zwei Jahre fast durchgehend ohne Pause und fast ohne Vorbereitung durchzuspielen ist sogar für einen Dauerläufer wie ihn zu viel.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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