20.12.2007, 00:00 Uhr

ALLE JAHRE WIEDER... JEDES JAHR WERDEN ZU WEIHNACHTEN BILANZEN GEZOGEN....

Alle Jahre wieder... Jedes Jahr werden zu Weihnachten Bilanzen gezogen....

Alle Jahre wieder... Jedes Jahr werden zu Weihnachten Bilanzen gezogen. Das hat geklappt, das gilt es zu verbessern, dort müssen wir den Hebel ansetzen, dies soll nicht mehr vorkommen, hier haben wir alles richtig gemacht. Und so weiter und so weiter. Was bleibt für den "Chef" vom Jahr 2007? Coach Georg Zellhofer (im Bild mit Kapitän Blanchard) blickt noch einmal mit uns in den Rückspiegel und sagt, wo der Schuh zwickt und welche Lehren er persönlich für sich gezogen hat. Georg Zellhofer über... ...das letzten Gruppenspiel in Istanbul: "Vorher hatte ich ein gewaltiges Bauchkribbeln, aber wir haben uns stolz präsentiert und sehr gut in die Winterpause verabschiedet. Der Schlüssel war, dass wir mit totalem Einsatz überzeugt haben. Ich habe Galatasaray gegen Fenerbahce gesehen - das war wie von einem anderen Planeten und Fener ist ja auch in der Champions Leageu weitergekommen. Man darf auch nicht vergessen, dass Galatasaray noch vor einem Jahr gegen Liverpool und andere Kaliber in der Königsklasse gespielt hat. Aber wir haben gebissen und brauchen uns nicht zu verstecken. ...das Abschneiden im UEFA-Cup: "Wirtschaftlich ist es ein sehr wichtiger Bestandteil für das Klubbudget, sportlich muss man es etwas differenzierter sehen. Wenn Vereine wie wir in der Gruppenphase stehen, darf vom Kader her nicht viel passieren, sonst bekommen wir auf diesem Niveau Probleme. Leider haben wir phasenweise nicht diese frischen Spieler gehabt, die es gebraucht hätte, aber von der Klasse hätten wir mit Helsingborg und Panionios auf alle Fälle mithalten können. Ich hätte gegen beide gerne nur ein Monat früher gespielt. Ansonsten war die unglückliche Niederlage im Auftaktmatch gegen Bordeaux mit zwei dummen und von den Zeitpunkten her ungünstigen Gegentreffern der Knackpunkt. Mit einem nicht misslungenen Start wäre es vielleicht ganz anders gelaufen, wäre der Rücken breiter gewesen. ...die Lehren, die man daraus ziehen kann: "Wir treffen auf solche Mannschaften zu einem Zeitpunkt, wo wir schon viele Spiele in den Beinen haben. Könnten wir uns anders darauf vorbereiten, wäre das Bild ein anderes, davon bin ich überzeugt. Wahrscheinlich hätte es schon genügt, wenn wir unsere sechs Teamspieler in der letzten Länderspielpause im November nicht hätten abstellen müssen. Dem war aber nicht so und somit wurde bei uns gleich wieder alles in Frage gestellt. ...die Meisterschaft: "Die Mannschaft wurde im Sommer umgebaut, manche hatten Angst vor einem schlechten Start. Wir haben aber gleich zu Beginn eine gute Serie hingelegt und waren gut im Rhythmus. Die Defensive war bis zum Schluß sehr stark, offensiv hatten wir den einen oder anderen Hänger, aber die Butter haben wir uns erst zum Ende hin vom Brot nehmen lassen. Heute noch ärgert mich das 1:2 im Heimspiel gegen Sturm Graz, wo wir zwei Geschenke gegen einen direkten Konkurrenten verteilt und denen so zu einem Wintermärchen verholfen haben. ...mögliche Transfers im Winter: "Wir werden die Kadersituation intern durchbesprechen und ausloten, wer was vorhat. Wir warten einmal ab. ...den Titelkampf: "In 13 Spielen kann viel passieren und vor allem kann es sehr schnell gehen. Deswegen ist ein guter Start enorm wichtig, diese Chance sollten wir bei den Hörnern packen. Ich bin überzeugt, dass sich Salzburg, Sturm oder Rapid verstärken werden. Bleiben bei uns alle fit, können wir sie zumindest ärgern. ...die Comebacks von Arek Radomski und Stepan Vachousek: "Beide hatten schwere Knieverletzungen, ich rechne zum Saisonstart noch nicht mit ihnen, im Laufe des Frühjahrs könnten sie aber zu entscheidenden Waffen werden.  ...die Vorbereitung aufs Frühjahr: "Wir müssen schnell in Tritt kommen und von Anfang an voll im Saft stehen. Zeit für Experimente wird es keine geben. ...sein persönliches Fazit: "Ich habe ein sehr wichtiges Jahr an Lebenserfahrung dazugewonnen. Es hat mich wieder etwas mehr geprägt und in den Wochen meiner gesundheitlichen Sorgen habe ich abermals meine wahren Freunde kennen gelernt. Auch bei der Austria hat sich viel getan und ich spüre, dass wir wieder alle ein Stück näher zusammen gerückt sind. Keiner weiß, wie es mit Frank Stronach, der Lizenz und den Spielerverhandlungen weitergeht, aber dennoch wird bei uns an einem Strang gezogen. Dieses Jahr hat meine Vorstellungen bei weitem übertroffen und ich hoffe, dass auch das kommende Jahr viele positive Überraschungen für die Austria-Familie bringen wird.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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