22.02.2006, 00:00 Uhr

ZWEI RUNDEN VOR SCHLUSS DER MEISTERSCHAFT HAT DER FK AUSTRIA MAGNA EINEN...

Zwei Runden vor Schluss der Meisterschaft hat der FK Austria MAGNA einen...

Zwei Runden vor Schluss der Meisterschaft hat der FK Austria MAGNA einen entscheidenden Schritt in Richtung Titelgewinn gemacht. Die Violetten packten die Chance, die sich durch die Niederlage der Salzburger in Tirol geboten hat, am Schopf und bauten mit einem 3:1-Sieg bei Sturm Graz die Führung in der Tabelle auf vier Punkte aus. Schon am Samstag, beim letzten Heimspiel dieser Saison, könnten wir gegen Wacker Tirol alles klar machen. Bereits nach dem Schlusspfiff gab es die ersten Feiern. Die etwa 800 mitgereisten Fans machten einen Höllenlärm, sangen Meister-Lieder, die Mannschaft kam nochmals aus der Kabine, jeder zog sein Trikot aus und warf es in die jubelnde Menge. Einfach wunderschöne Szenen, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte. Die Austria-Familie freute sich, die Spieler tanzten lachend über den Rasen, Filip Sebo ließ sich sogar mit einem nachgebastelten Papp-Meisterteller, den ihm ein Fan zuwarf, fotografieren. Die Partie selber begann eigentlich nicht mit 0:0, sondern mit 1:1, denn bereits nach 7 Minuten waren zwei Treffer gefallen. Erst markierte Salmutter mit dem einzigen Schuss bis dahin die frühe Führung, Didulica streckte sich vergeblich im langen Eck. Praktisch Sekunden später antwortete Violett mit dem Ausgleich: Blanchard spielt ideal für Sionko auf, der Tscheche bedankte sich mit dem 1:1. Zwei Aufreger, die der Partie zusätzlichen Pfeffer gaben. Libor als Vollstrecker. Wie schon gegen den SK Rapid letzten Sonntag, den er mit zwei Treffern fast im Alleingang erlegte. Sionko, der mit den Glasgow Rangers in Verbindung gebracht wird, tat sich danach aber ebenso hart wie die gesamte Austria-Elf. Sturm spielte trotz verweigerter Lizenz befreit auf, kam zu einigen guten Möglichkeiten, von denen allerdings keine zwingend war. Die Erlösung durch Roli Linz (im Bild gegen Verlaat), übrigens auch Torschütze im Derby, kam zum perfekten Zeitpunkt. Nastja Ceh rollte für „Roligoal“ ideal auf - 2:1 - erstmals brandeten „Wir werden Meister“-Sprechchöre der Fans auf. Bereits in der 67. Minute hätte Linz früher alles klar machen können. Nach einem Solo über das halbe Spielfeld scheiterte er nur an Sturm-Keeper Szamotulski. Besser machte er es fünf Minuten vor dem Ende. Ceh marschiert über links in den Grazer Strafraum, Sionko, legt auf, Linz vollstreckt. Für Roli war es Saisontreffer Nummer 15, damit hat er auch den bisher Führenden der Schützenliste, Sanel Kuljic, überholt. Viele Parallelen zum Derby drängen sich auf. Rückstand weggesteckt, dieselben Torschützen, am Ende 3:1 gewonnen. Der 23. Meistertitel ist zum Greifen nah. Karten für das Spiel gegen Tirol gibt es täglich in der Geschäftsstelle und im GET-VIOLETT-Fanshop (Praterstrasse 59). Da muss jeder Violette im Stadion sein!!! Austria: Didulica; Troyansky, Tokic, Papac, Dheedene; Sionko, Blanchard, Ceh, Vachousek (68., Kiesenebner), Sebo (78., Rushfeldt), Linz (86., Dospel). Sturm: Szamotulski; Ertl, Mörec (86., Rauter), Verlaat, Sarac; Krammer (82., Rottensteiner), Salmutter, Neukirchner, Leitgeb; Filipovic, Rabihou. Tore: Salmutter (5.). Sionko (7.), Linz (43., 85.). Gelb: Papac, Sebo. SR Steiner.