26.11.2006, 00:00 Uhr

WÄHREND DIE MANNSCHAFT AM VORMITTAG AUF DEM PLATZ EINE...

Während die Mannschaft am vormittag auf dem Platz eine...

Während die Mannschaft am vormittag auf dem Platz eine anstrengende 105 minütige Trainingseinheit absolvierte, kurbelten die Verantwortlichen des FK Austria MAGNA am nächsten Coup. Der auch gelungen ist. Denn nach Joachim Standfest konnte jetzt auch mit Vaclav Sverkos alles klar gemacht werden. Der 23jährige Tscheche wurde von Borussia Mönchengladbach zunächst bis Sommer ausgeliehen, es gibt allerdings eine Kaufoption, die bis Sommer 2009 geltend wäre. "Ich bin froh, dass ich ihn bekommen habe. Er hat Qualitäten, die die Mannschaft weiterbringen wird", so Trainer Georg Zellhofer über seinen bereits dritten Neuzugang innerhalb weniger Tage. Auch General Manager Thomas Parits ist happy über die Verpflichtung des Stürmers: "Noch vor drei Jahren war er gemeinsam mit Milan Baros einer der besten Stürmer Tschechiens, Gladbach hat sich seinen Wechsel von Ostrava angeblich 2,5 Millionen Euro kosten lassen. Er ist mit Sicherheit eine gute Verstärkung für uns." Vor allem belebt Konkurrenz das Geschäft. Mit Roman Wallner, der derzeit einen starken Eindruck macht und in der Halle Schützenkönig wurde sowie Hannes Aigner und Thomas Pichlmann sind jetzt vier Stürmer im Kader, aber nur zwei werden voraussichtlich spielen. "Der Angriff war eines unserer Mankos", so Parits, "wir haben in 21 Partien neunmal Unentschieden gespielt. Wir brauchen den Konkurrenzkampf." Sverkos selber wird mit der Situation gut umgehen können, denn in Deutschland sind große Kader und somit auch die interne Konkurrenz völlig normal. Darum kann er den Saisonbeginn auch gar nicht mehr erwarten. "Ich werde alles geben, um einen Stammplatz zu bekommen. Mein Engagement bei der Austria ist für mich ein Schritt nach vorne. Ich träume von einer EM-Teilnahme. Dies ist nur möglich, wenn ich hier gute Leistungen bringe und viel spiele", sagt er in sehr gutem Deutsch.  Parits lacht das Herz bei diesen Ansagen: "Nachdem er zwei Jahre lang in Gladbach regelmäßig zum Zug gekommen ist, hat er jetzt eine Durststrecke hinter sich bringen müssen. Unter Horst Köppel ist er nur noch auf der Bank gesessen, bei Hertha BSC ist es auch nicht nach Wunsch für ihn gelaufen. Aber jetzt spürt man richtig seinen Hunger, er will unbedingt wieder spielen. Diese Konstellation brauchen wir." Sverkos, ein klassischer Mittelstürmer, ist jedenfalls einer, der wie Gercaliu und Standfest voll in das Anforderungsprofil der Austria passt: Jung, gute Perspektiven, äußerst talentiert. Als 14jähriger kam er 1998 zu Banik Ostrau, 2003 wechselte er zu Borussia Mönchengladbach. Im Januar 2006 ging er auf Leihbasis zu Hertha BSC, um in der Hauptstadt Spielpraxis zu sammeln. Jedoch konnte er kein Tor für die Berliner erzielen. Im Juli 2006 kehrte er nach Mönchengladbach zurück. Auch international konnte erschon etwas Erfahrung sammeln, denn er durchlief so gut wie alle Nationalmannschaften Tschechiens, von den Junioren bis zur U21, in der er sogar Kapitän war. Parits über seine Qualitäten: "Ich traue ihm ohne weiteres zehn Tore zu."