25.05.2006, 00:00 Uhr

VORSICHTIG STREICHT SEINE HAND ÜBER DAS KLEINE KÖPFCHEN,...

Vorsichtig streicht seine Hand über das kleine Köpfchen,...

Vorsichtig streicht seine Hand über das kleine Köpfchen, während er gleichzeitig zärtliche Liebkosungen auf Tschechisch flüstert. Dann werden die Klettverschlüsse der Windel fixiert, anschließend mit geübten Handgriffen die kleine Hose drüber gezogen. Fertig. Es ist unschwer zu erkennen: Wenige Monate nach der Geburt seiner Tochter Klara hat Libor Sionko sein Glück gefunden. „Es ist etwas ganz Besonderes für jeden Vater“, sagt der sympathische Wirbelwind am Rande des Trainingslagers in Marbella. „Wenn man seine Tochter sieht, wie sie lacht, wie sie Spaß macht. Ich komme nach Hause und sie lacht immer“, freut sich der Jungvater und spricht von einem „Lebensziel“, das er erreicht hat. Bei der Austria werden sie es mit Freude vernehmen. Hatte man doch vor einigen Monaten noch  des öfteren gehört, dass alle froh sind, wenn es endlich mit dem Vater werden klappt, denn Sionko hat in dieser Zeit nicht genug an Fußball gedacht. Was aber auch jedem logisch war, deswegen bekam er vom Trainerteam auch alle Zeit, um sich auch um seine kleine Familie kümmern zu können. Und dennoch hörte man auch, dass dieser Entwicklungsprozess sich dann hoffentlich auch positiv auf den Karriereverlauf auswirken wird. Für Sionko hat sich seit der Geburt der Tochter einiges verändert. "Wenn ich nach Niederlagen nach Hause komme oder ich schlecht drauf bin und dann meine Tochter sehe, wie sie lacht, dann weiß ich das Wort Gesundheit zu schätzen. Eine großartige Erfahrung." Er fühle sich in der Vaterrolle nicht wirklich älter oder reifer, verrät der Tscheche, doch es sei klar, dass man „Verantwortung für seine Familie hat und ich als Vater zuhause Entscheidungen treffen muss.“ Vielleicht könne er dies auch auf den grünen Rasen übertragen und „auch für die Mannschaft Verantwortung übernehmen.“ Damit wäre die Botschaft der Klubspitze auch angekommen.   Sionko wirkt gelöst, er lacht viel und ist immer freundlich. "Ich fühle mich sehr gut, besser als noch im Herbst. Und ich kann es kaum abwarten, dass es mit der Meisterschaft wieder losgeht. Allerdings weiß er auch um den großen Kader und den Kampf um die Plätze: "Das wird hart, aber insgesamt kann es nur positiv sein. Wir sind eine sehr gute Gruppe, die mit vielen Charakteren an Stärke gewonnen hat. Ich fühle mich sehr wohl und hoffe, dass ich noch länger bei Austria spielen kann."   Für ihn ist es nahezu ein Muss eine perfekte Frühjahrssaison hinzuzaubern, sonst kann er sich seine WM-Träume nämlich aufzeichnen. "Ich werde alles dafür unternehmen, damit mich Teamchef Brückner nicht übersehen kann, es wäre die Kirsche auf der Torte in diesem Jahr. Sollte ich es nicht schaffen, dann kann ich mit meiner Frau und meiner Tochter Urlaub machen und mehr Zeit mit ihnen verbringen." Wie gut für seine Frau, dass er auch schon Windeln wechseln kann...    

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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