02.05.2006, 00:00 Uhr

SPORTDIREKTOR PETER STÖGER NATÜRLICH. ODER TRAINER FRENKIE...

Sportdirektor Peter Stöger natürlich. Oder Trainer Frenkie...

Sportdirektor Peter Stöger natürlich. Oder Trainer Frenkie Schinkels. Oder Manager Markus Kraetschmer und Vizepräsident Andreas Rudas. Alle sind sie bei Spielen oder sonstigen Aktivitäten des FK Austria MAGNA gefragte Interviewpartner. Nur Dr. Peter Langer schaltet und waltet lieber im Hintergrund. Aber nur scheinbar, denn der Präsident der Violetten ist eine wichtige Macht und treibende Kraft der Politik am Verteilerkreis. Wie er die aktuelle Situation rund um die jüngsten Entwicklungen im Verein beurteilt, erzählte er www.fk-austria.at. Herr Dr. Langer, wie fühlt man sich derzeit als Präsident des FK Austria MAGNA? Aus sportlicher Sicht sehr gut nach dem ersten Auftritt unserer Mannschaft in Tirol. Ich bin zufrieden, wie kompakt und selbstbewußt wir dort aufgetreten sind. Es war eine Freude, sich dieses Spiel anzusehen. Auf dem wirtschaftlichen Sektor und hinsichtlich der Provokationen einiger Fans habe ich aber meine ernsthaften Bedenken und mache mir Sorgen. Welche Bedenken haben Sie aus wirtschaftlicher Sicht? Es kann nicht sein, dass sowohl das Ansehen des Klubs als auch des wichtigsten Geldgebers permanent von wenigen Anhängern und teilweise auch Funktionären beschmutzt wird. Ab jetzt gelten neue Regeln, wir lassen uns das nicht mehr gefallen und werden im Verein rigoros durchgreifen. Ich erinnere nur an die Stürmung des Spielfelds beim GAK-Spiel oder an das hohe Aggressionspotential in diversen Internetforen. So etwas hat im Sport nichts verloren und bedroht den Klub in seinen Grundfesten. So sind wir für keinen Partner glaubwürdig und können uns für niemanden interessant machen. Unternehmen wir nicht jetzt etwas dagegen, wird der Schaden noch größer, ist die Existenz der Austria mittelfristig ernsthaft gefährdet. Sponsoring besteht aus Leistung und Gegenleistung, dafür wollen wir auch künftig immer stehen. Man darf das nicht falsch verstehen, Emotionen gehören zum Fußball, davon lebt er und das werden wir auch fördern. Andererseits gibt es für die finanzielle Stabilität auch Limits in der Begeisterung, an die man sich halten muss. Wie denken Sie über die Unruhen, die von der Fanseite derzeit ausgehen? Nehmen wir nur das Beispiel Roman Wallner her. Ich finde es in höchstem Maße bedenklich, wenn die Situation so eskaliert wie in Tirol. Wallner ist ein Spieler der Austria, der alles dafür unternimmt, dass er innerhalb der Mannschaft und im Umfeld seine Akzeptanz findet. Von den Mitspielern her gibt es auch keine Probleme, aber wie einige Fans ihn vor, während und nach dem Spiel beleidigt haben, ist mir unverständlich und so etwas lehnen wir alle bei der Austria kategorisch ab. Kapitän Jocelyn Blanchard hat zurecht die übliche Welle vor den Fans abgebrochen, als man Wallner gnadenlos ausgepfiffen hat. Alle Spieler haben sich auch noch in der Kabine fürchterlich über dieses Verhalten geärgert. Es ist die Pflicht von Roman Wallner, sportliche Erfolge für die Austria einzufahren und somit ist es selbstverständlich für uns, dass wir ihn dabei unterstützen. Was in Innsbruck war, hat mit Fan sein nichts zu tun. Wir haben es sehr lange und sehr oft in persönlichen Gesprächen mit den Fanvertretern probiert, hatten viel Geduld, aber jetzt werden wir hart durchgreifen, wir wollen mit solchen Fans nichts zu tun haben. Wir müssen uns Gedanken machen. Ich bin aber absolut überzeugt davon, dass das Problem zu lösen ist. Das Management hat meine volle Unterstützung das durchzuziehen. Sie selber stehen als Präsident zwar nominell an der Spitze des Klubs, treten aber selten in den Vordergrund. Warum? Zum einen, weil die Austria wie ein Konzern geführt wird, die ein sehr gut funktionierendes operatives Management hat. Ich bin ständig mit allen Entscheidungsträgern in Kontakt, bin über jeden Schritt informiert. Zum anderen sehe ich es als eine meiner obersten Aufgaben, dass es gewährleistet ist, dass der Verein auf gesunden Beinen steht. Und dafür muss man nicht in der Öffentlichkeit glänzen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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