11.07.2006, 00:00 Uhr

SO UNGERECHT KANN FUßBALL SEIN. RED BULL SALZBURG HATTE 90 MINUTEN...

So ungerecht kann Fußball sein. Red Bull Salzburg hatte 90 Minuten...

So ungerecht kann Fußball sein. Red Bull Salzburg hatte 90 Minuten nichts zu melden im Horr-Stadion, holte sich dennoch einen Punkt. Die Leistung, die die Austria bei diesem Schlager geboten hat, war über weite Strecken sehr in Ordnung, leider reichte es noch nicht zum ersten Saisonsieg. Held des Abends war Roman Wallner, der als Torschütze in Erscheinung trat und seine beste Partie für Violett ablieferte. Der Rückstand auf die Mozartknaben bleibt damit bei fünf Punkten. Frenkie Schinkels veränderte die Mannschaft gegenüber den ersten beiden Spielen an drei Positionen: Wallner stürmte für Pichlmann, Dos Santos kam im rechten Mittelfeld für Kiesenebner, Lasnik kam ganz links zum Einsatz, dafür rückte Vachousek zentraler rein. Die tatktische Maßnahme machte sich gleich zu Beginn bemerkbar, denn bereits in der 1. Minute flankte Lasnik zweimal zur Mitte, Sebo und Tokic scheiterten aber jeweils mit ihren Kopfbällen. Aber nicht nur der frische personelle Wind wirkte sich positiv aus, offensichtlich auch die Standpauke, die es unter der Woche nach dem mäßigen Saisonstart gegeben hat. Alle elf Spieler kämpften um jeden Zentimeter, suchten die Zweikämpfe, setzten Salzburg schon in der eigenen Hälfte mit frühen Attacken unter Druck. Die Bullen kamen nur selten vor das Tor von Szabolcs Safar, gefährlich wurde es in der ersten Hälfte nur bei zwei Freistößen von Ex-Veilchen Janocko (15., 33.). Vor den Augen eines Benifca-Spions (unser Gegner unterlag Freitag Abend in einem Testspiel La Coruna mit 0:1) tat sich dann lange nichts, ehe Roman Wallner kurz nach der Pause haarscharf am Kreuzeck den Ball vorbei schlenzte und damit erstmals seine Gefährlichkeit andeutete. Bei starkem Wind und heftigem Regen lag das erste Saisontor in der Luft. Filip Sebo wäre es fast gelungen, nach einem Solo rettete Goalie Ochs aber noch mit den Fingerspitzen (50.). Abermals Wallner mit einer Freistoß-Rakete hatte die nächste dicke Chance, leider wieder nix.   Während Salzburg in der letzten Stunde gar nichts mehr zum Spiel beitrug, ging die Austria volle Offensive, wurde mit Pichlmann ein dritter Stürmer eingewechselt. Aber die Führung gelang Red Bulls Zickler per Kopf nach Janocko-Ecke... Der Spielverlauf wurde aber nur kurz auf den Kopf gestellt, denn Roman Wallner glich nur Sekunden später aus: Einen Lasnik-Paß optimal mitgenommen, Linke und Meyer augespielt und mit einem Schuß aus 16 Metern ins lange Eck getroffen. So ein wichtiges Tor, jetzt ist Wallner endgültig in Favoriten angekommen.  Die Fans dankten es unserer Nummer 7 mit Wallner-Sprechchören. Austria: Safar; Troyansky, Tokic, Radomski, Papac; Dos Santos (70., Pichlmann), Blanchard, Vachousek (87., Schragner), Lasnik (79., Kiesenebner); Sebo, Wallner. Red Bull Salzburg: Ochs; Winklhofer (79., Tiffert), Meyer, Linke, Dudic; Pitak, Kirchler (70., Bodnar), Carboni, Aufhauser, Janocko; Zickler. Gelb: Wallner (80./F), Sebo (87./U), Tiffert (78./K). Tore: Wallner (78.); Zickler (77.) SR: Konrad Plautz; Besucher: 8011.