19.09.2006, 00:00 Uhr

RUND DREI STUNDEN DAUERTE HEUTE NACHMITTAG DIE PRÄSIDIUMSSITZUNG IM...

Rund drei Stunden dauerte heute Nachmittag die Präsidiumssitzung im...

Rund drei Stunden dauerte heute Nachmittag die Präsidiumssitzung im Horr-Stadion. An dieser teilgenommen haben Präsident Dr. Peter Langer, die Vizepräsidenten Andreas Rudas (beide im Bild) und Dr. Peter Pelinka, als Vertreter des Verwaltungsrats Dr. Kurt Heindl sowie Manager Markus Kraetschmer. Es war eine lange Gesprächsrunde, aber am Ende hat man sich für ein neues Konzept für die Zukunft entschieden. Im Präsidiumszimmer im 2. Stock der Geschäftsstelle ist es hinter verschlossenen Türen im wesentlichen um zwei Dinge gegangen: Teil 1 befasste sich mit dem Sport. Mit Sportdirektor Peter Stöger und Trainer Frenkie Schinkels wurde die sportliche Situation besprochen. Das Präsidium hat sich über die Perspektiven erkundigt und ist nach wie vor vom Weg mit den jungen Österreichern sowie einigen Toplegionären überzeugt. "Es ist für uns eine positive Richtung, in die wir gehen", erklärt Dr. Langer, der auch die in den letzten Tagen aufgeflammte Trainer-Diskussion nochmals mit Stöger und Schinkels diskutiert hat. "Wir sind doch nicht so naiv und treten so eine Diskussion los, wenn wir hier gar nichts mitzubestimmen haben. Der aktuelle Trainer wird vom Betriebsführer bestellt, Meldungen in einigen Zeitungsberichten waren falsch, das haben wir den beiden auch so gesagt." Teil 2 war der wirtschaftlichen Zukunft des Klubs gewidmet. Der Profispielbetrieb (Kampfmannschaft und Amateure) soll in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert werden, die aber nicht börsennotiert ist. Frank Stronach hat seit der Ankündigung aus dem Betriebsführer-Vertrag auszusteigen, immer wieder erwähnt, dass er vielleicht als Sponsor weitermachen könnte, allerdings müssten sich die Voraussetzungen dafür ändern. Er möchte nicht mehr der Alleinverantwortliche für das Budget sein, sondern andere sollen ebenfalls mit in das Boot geholt werden.  Die Idee dahinter ist keine neue. So wie etwa beim FC Bayern München soll auch bei der Austria ein Aufsichtsrat für die AG installiert werden. Dieser wird aus Vertretern des Präsidiums sowie aus einigen Sponsorvertretern bestehen. "Wir haben bei den laufenden Verhandlungen mit interessierten Werbepartnern erkannt, dass dies die beste Variante sein wird. Das haben uns auch diese Partner bestätigt", sagt Manager Kraetschmer. Der Verein bleibt bestehen, kümmert sich um die Jugendabteilung etc. Mit dieser Struktur werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Zukunft des Klubs auf ein breites Fundament gestellt werden kann, die Abhängigkeit von nur einem einzelnen Partner wird reduziert. Natürlich ist diese Variante auch noch lange nicht beschlossene Tatsache, sondern es bedarf auch noch einiger Sitzungen mit verschiedenen Vereinsgremien wie mit dem Verwaltungsrat, der Generalversammlung und dem Kuratorium. Kraetschmer über die ersten Reaktionen dazu: "Der Herr Bürgermeister Häupl als Vorsitzender des Kuratoriums oder MAGNA-Vorstandschef Sigi Wolf haben schon signalisiert, dass sie diese Idee befürworten." Fazit: So wird die Voraussetzung geschaffen, dass Frank Stronach mit MAGNA weiterhin als Sponsor bei der Austria aktiv sein kann, seine Forderung, dass auch andere Partner den Spielbetrieb mitfinanzieren müssen, wäre somit erfüllt. Die Wiener Austria würde bei Schaffung dieser AG künftig nicht nur von einem Geldgeber abhängig sein, sondern hätte mehrere Partner hinter sich. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Einhaltung von Strategie und Budget, mischt sich in das operative Tagesgeschäft aber nicht ein, solange das Management im definierten Rahmen agiert. Hierfür ist noch eine genaue Geschäftsordnung festzulegen. Somit können die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die eingeschlagene Strategie - junge Österreicher über die Akademie und die Amateurmannschaft in die Kampfmannschaft zu integrieren - fortgesetzt wird. Ein Abweichen davon könnte nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates erfolgen. Ein einfaches Beispiel zur Erklärung: Will die sportliche Leitung einen Spieler vom Kaliber eines Ronaldo verpflichten, der den finanziellen Rahmen sprengen würde, muss der Aufsichtsrat in einer dringlichen Sitzung entscheiden, wie zu verfahren ist. Ansonsten soll der Aufsichtsrat turnusmäßig (z. B. einmal pro Quartal) tagen, diese Details sind aber im Aktienrecht sehr klar geregelt. Auch die einschlägigen Bestimmungen der UEFA- und FIFA-Regularien können eingehalten werden. Aber wie gesagt, noch ist dies nur ein Konzept, die Umsetzung das Ziel für die nächsten Monate. Die zeitliche Umsetzung ist durch die Fristenläufe des Lizenzierungsverfahrens (März 2007) ebenso vorgegeben. Auch über das Stadion wurde gesprochen, das für dieses Zukunftskonzept eine wichtige Voraussetzung darstellt. Hier gilt es jedoch die Finalisierung der Gespräche zwischen der Gemeinde Wien und MAGNA abzuwarten.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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