22.11.2006, 00:00 Uhr

NORMALERWEISE WÜNSCHT MAN SICH AM 1. JÄNNER ALLES GUTE, AM 9....

Normalerweise wünscht man sich am 1. Jänner alles Gute, am 9....

Normalerweise wünscht man sich am 1. Jänner alles Gute, am 9. Jänner ging für Georg Zellhofer aber bereits der dritte Wunsch in Erfüllung. Denn nach den Verpflichtungen von Verteidiger Ronald Gercaliu und Mittelfeldspieler Joachim Standfest hüpfte mit Vaclav Sverkos auch noch ein Stürmer rechtzeitig ins Boot. Dass es nicht die Titanic ist, die kurz davor ist den Eisberg zu rammen, davon ist der fröhliche Tscheche überzeugt: "Wenn man sich diesen Kader ansieht, muss man sich keine Sorgen machen. Zudem steht auch der HSV in Deutschland ganz unten, er gehört ebenso wenig dorthin." Mit einem zackigen "Servus" begrüßte ihn Kapitän Jocelyn Blanchard am Donnerstag morgen in der Umkleidekabine. Unmittelbar davor hat er seine Trainingsuntensilien bei Zeugwart Christian Stoyer ausgefasst, und seinen Spind zugewiesen bekommen. Sverkos (im Bild links neben Standfest) hat den ehemaligen Platz von Nastja Ceh bekommen, "logiert" damit zwischen Thomas Pichlmann und Mario Tokic. Der Kroate ist für Sverkos übrigens kein unbeschriebenes Blatt, ebenso kennt er Arek Radomski, weiß dass Blanchard früher bei Juventus gespielt hat und dass bis Sommer Libor Sionko und Filip Sebo bei der Austria unter Vertrag gestanden sind. Und noch ein Bekannter ist ihm natürlich in den "heilgen Hallen" der Veilchen untergekommen - Landsmann Stepan Vachousek. "Vachi kenne ich von einem gemeinsam Lehrgang mit dem Nationalteam. Wir haben dabei ein Länderspiel gegen die Türkei bestritten." Leider nur ein inoffizielles, somit steht bei dem 23jährigen auch noch eine Null bei "International appearances". Sitzt man dem groß gewachsenen Tschechen gegenüber, hat man auf Anhieb den Eindruck, dass der Junge in Österreich etwas schaffen möchte und vor Tatendrang nur so sprüht. "Ich freu mich schon auf die Aufgabe hier. Ich hoffe, dass ich eine guteVorbereitung absolviere und rasch meine Form finde, denn so kann ich am besten helfen. Die Austria ist eine Topadresse, zu der müssen wir sie alle gemeinsam wieder machen." Natürlich verfolgt er auch seine eigenen Interessen und will sich für das Nationalteam sowie andere Vereine interessant machen. "Das ist zunächst aber wirklich nebensächlich. Ich verfolge jetzt einmal das Ziel, mit der Austria ein gutes Frühjahr hinzulegen. Was danach kommt, wird man sehen. Im Leben funktioniert alles immer leichter, wenn es läuft, deswegen muss ich zuerst hier festen Boden unter den Füßen bekommnen." Seine Freundin wird ihm erst in den nächsten Wochen folgen, dennoch hat er schone eine andere große Liebe entdeckt - Wien. "Ich war schon ein bisschen spazieren und habe einen winzigen Teil von der Stadt gesehen. Sie ist wunderschön, ich habe noch keine schönere in Europa gesehen", sagt er in perfektem Deutsch und schießt nach: "Prag kann da nicht mithalten."