15.05.2006, 00:00 Uhr

NASTJA CEH IST WIEDER GANZ DER ALTE. IM TRAININGSLAGER DES FK AUSTRIA...

Nastja Ceh ist wieder ganz der Alte. Im Trainingslager des FK Austria...

Nastja Ceh ist wieder ganz der Alte. Im Trainingslager des FK Austria MAGNA in Marbella präsentierte sich der slowenische Teamspieler locker und gelöst, abgehakt ist das kleine Leistungsloch zum Saisonauftakt, vergessen ist sein nicht gerade berauschender Herbstdurchgang. Ceh verspürt wieder große Lust auf Fußball. Die Zeit nach seinem Wechsel aus Brügge war für den Mann mit dem perfekten Paß alles andere als angenehm. Es sei eine „Herkulesaufgabe“ gewesen, die er verrichtet habe. „Wer fällt nach einem solchen Kraftakt nicht in ein kleines Loch? Ich hatte fast keinen Urlaub, bin Vater geworden, habe meinen Wohnsitz gewechselt, musste mich erst in Wien zurecht finden.“ Dennoch, „wenn ich Bilanz ziehe, bin ich mit meiner Leistung am Ende der Herbstsaison absolut zufrieden. Schon in den letzten paar Spielen bin ich wieder in sehr guter Form gewesen“, stellt Nastja klar, dass er sich lediglich ein Tief auf höherem Niveau gegönnt hatte.  "Ich konnte im Herbst nur 70 Prozent meines Potenzials abrufen. Und alle werden staunen, was die restlichen 30 Prozent alles bewirken werden." Ceh hat seine Gelassenheit und seinen Humor wieder gefunden. Im Weihnachtsurlaub konnte der Slowene endlich ausreichend regenerieren. Jetzt ist der Akku wieder voll und der Blick richtet sich nach vorn. Meisterschaft und Cup sind nach seiner Ansicht für den FK Austria MAGNA reserviert. „Mir gefällt, was hier bei der Mannschaft passiert. Alle arbeiten an einem Ziel, es wird viel miteinander gesprochen." Die Konkurrenz mit Salzburg oder Rapid fürchtet er gar nicht so sehr: "Wir haben einen Topkader mit 29 Spielern. Wenn wer ein Problem bekommt, dann die Trainer, wen sie nominieren sollen. Aber ich bin überzeugt, dass der Weg zum Meistertitel nur über uns führen kann." Ob er mit seinen genialen Freistößen, die er dreimal pro Woche etwa 30 Minuten speziell trainiert, den Unterschied zum Rest der Liga ausmachen wird, bleibt dahin gestellt. In Slowenien ist er, wenn Alex Knavs verletzt ist, der Kapitän, zieht dort die Fäden im Mittelfeld. Bei der Austria muss er um sein Trikot noch hart kämpfen. "Ich werde dem Coach beweisen, dass an mir keiner vorbeischauen kann. Ich fühle mich großartig und fürchte mich nicht davor, dass ich nicht spielen könnte." Die Lust am Fußball ist dem Kunstschützen deutlich anzumerken. Vielleicht kann er schon gegen den FC Tirol am 18. Februar voll zuschlagen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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