03.04.2006, 00:00 Uhr

NACH DER DEUTLICHEN 0:5-CUP-NIEDERLAGE GEGEN DIE SV RIED IST BEI DEN...

Nach der deutlichen 0:5-Cup-Niederlage gegen die SV Ried ist bei den...

Nach der deutlichen 0:5-Cup-Niederlage gegen die SV Ried ist bei den Austria Amateuren am Tag danach Ursachenforschung angesagt. Auch „Fränky“ Schiemer, gestern als rechter Außenverteidiger über 90 Minuten im Einsatz, hätte sich seinen 20. Geburtstag schöner und vor allem erfolgreicher vorgestellt. Der Ex-Rieder analysiert für www.fk-austria.at die Knackpunkte des bitteren Cup-Outs. Fränky, wie geht es dir mit etwas Distanz zum gestrigen Match? Leider gleich aus zwei Gründen überhaupt nicht gut! Einerseits natürlich, weil wir gestern eine richtige Packung bekommen haben und sich das überhaupt nicht angenehm angefühlt hat. Und andererseits, weil ich gestern Abend auch noch krank geworden bin. Eine starke Verkühlung mit allem was dazugehört. Also alles in allem ein Tag zum Abhaken. Warum hat es denn so überhaupt nicht klappen wollen? Von Anfang an hat wirklich nicht viel geklappt, einzelne Punkte analysieren kann man fast nicht. Wir sind bald in Rückstand geraten, noch dazu mit dem Doppelschlag, das war ein ordentlicher Dämpfer. Offensiv ist uns nichts gelungen, wir waren kaum gefährlich, haben keine Chancen herausspielen können und keinen entscheidenden Pass angebracht. Viel von dem, was wir uns vorgenommen hatten, wollte leider nicht funktionieren. Wollten oder konnten die Rieder ganz einfach das entscheidende Stückchen mehr? Ich glaube wir müssen ganz klar anerkennen, dass sie gestern um einiges besser waren als wir. Sie sind defensiv sehr kompakt gestanden, haben kaum Chancen zugelassen und haben das Spiel sehr geschickt und sicher in unsere Hälfte verlagert. Dort haben sie die Bälle dann gut verteilt und in der Mannschaft gehalten. Sie sind auch immer wieder schnell aufgerückt und waren leichtfüßiger als wir. Hast du mit deinen Ex-Kollegen gestern noch gesprochen? Nach dem Spiel nicht mehr, da habe ich schon in Nase und Hals gespürt, dass ich mir eine böse Erkältung zugezogen habe. Vor dem Match haben wir aber geplaudert und sie haben bei weitem nicht erwartet, dass sie so hoch gewinnen würden. Wir haben es ihnen leider auch viel zu leicht gemacht. Wo lagen die Unterschiede zum Cup-Sieg gegen Salzburg? Es war vor allem im Kopf ein entscheidender Unterschied. Gegen Salzburg waren wir befreit, voll in Schuss und hatten überhaupt nichts zu verlieren. Wir sind als krasser Außenseiter hinein gegangen und haben Vollgas gegeben. Salzburg hat uns etwas unterschätzt, wir sind bald in Führung gegangen, da ist uns viel mehr gelungen. Gegen Ried haben wir jedoch fast so etwas wie eine Favoritenrolle gehabt, viele haben uns die besseren Chancen ausgerechnet und wir selber waren auch vielleicht etwas zu überzeugt, dass etwas möglich ist. Die Rieder haben hingegen genau gewusst, wie konzentriert sie spielen müssen. Sie haben uns schon im Vorfeld viel mehr Respekt entgegengebracht als damals Salzburg. Nach den beiden Toren war es für sie dann relativ einfach. Ist im Nachhinein gesehen die fehlende Matchpraxis mit ein Grund gewesen? Ich denke, ein bisschen sind uns die Pflichtspiele schon abgegangen. Wir sind lange unfreiwillig in der Vorbereitungsphase gesteckt, haben kein Liga-Spiel in den Beinen gehabt, hatten noch keinen Rhythmus gefunden, das war sicher mit ein Grund. Aber die Rieder waren einfach enorm stark und sehr konzentriert. Wie geht es bei dir in den kommenden Wochen jetzt weiter? Momentan muss ich einmal schauen, dass ich so schnell wie möglich fit werde und meine Verkühlung los bekomme. Dann wird sich zeigen, was sich ergibt. Am Freitag spielen die Amateure auswärts gegen den LASK, wie muss man dieses Match angehen? Beim gestrigen Spiel haben wir vielleicht zur rechten Zeit einen Schuss vor den Bug bekommen und besinnen uns noch mehr auf die wichtigsten Aufgaben auf dem Platz. Spielerisch muss noch mehr zusammenlaufen und aufs Beißen und Rackern werden wir uns wieder mehr besinnen müssen. Der LASK ist gleich wieder ein sehr starker Gegner, wir sind voll gefordert und stehen bei diesem Match wieder mitten drin im Meisterschafts-Geschehen. PS: Die Termine der Nachtragspiele wurden inzwischen fixiert. Die Amateure gastieren am 28.03., um 19:00 Uhr, in Kapfenberg. Daheim folgt am 11.04., bereits um 18:00 Uhr, das Match gegen Altach. Auswärts wird am 18.04., um 19:00 Uhr, die Begegnung in Schwanenstadt gespielt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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