16.09.2006, 00:00 Uhr

NACH DEM ABGANG ETLICHER LEISTUNGSTRÄGER HAT MAN SICH BEIM FK AUSTRIA...

Nach dem Abgang etlicher Leistungsträger hat man sich beim FK Austria...

Nach dem Abgang etlicher Leistungsträger hat man sich beim FK Austria MAGNA für diese Saison sicherlich keinen leichten Spaziergang erwartet. Aber dass es ein Marsch mit extraschwerem Gepäck werden wird, haben auch nicht alle gedacht. Gegen die Austria zu spielen, ist für alle Teams etwas Besonderes, unsere Gegner scheinen zurzeit aber noch mehr Spaß an der Herausforderung zu haben. Klar, einen Sieg gegen den Meister will sich jeder auf die eigenen Fahnen heften, das ist ein zusätzliches Zuckerl. Schmerz, lass nach... Im Fußball braucht man auch Köpfchen. Dort werden ebenso Spiele entschieden. Leider fehlt es uns derzeit an dieser Unterstützung. Die Mannschaft wirkt verunsichert. "Dabei haben wir alle geglaubt, dass wir mit dem Sieg letzte Woche Selbstvertrauen getankt haben", ist auch Trainer Frenkie Schinkels enttäuscht, "anscheindend ist die Verunsicherung aber so groß, dass wir uns das Leben nicht leichter machen können." Jetzt ist guter Rat teuer. Am Donnerstag gibt es das Rückspiel gegen Legia Warschau (20:45 Uhr/Happel-Stadion), mit dem Einzug in die Gruppenphase hätten wir internationale Highlights, die für den Liga-Alltag ein kleiner Befreiungsschlag wären. "Darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren", so Sportdirektor Peter Stöger, "der UEFA-Cup ist ein anderes Thema, da können wir eine Überraschung liefern und so mit kleinen Schritten weiterkommen. Große werden wir so schnell nicht machen." Zu welchem Zeitpunkt die Entwicklung wieder etwas nach oben geht, ist ungewiss, dennoch ist man in Lager der Austria nicht ganz ratlos: "Wir drehen uns etwas im Kreis. Die Situation, dass wir ganz unten stehen, ist für viele neu. Solange wir uns nicht aus diesem Teufelskreis befreien können, stecken wir knöcheltief drinnen. Wir müssen viel Zeit damit verbringen, dass wir unseren eignen Fehlpässen nachlaufen. Somit schaut es so aus, als ob wir nicht kämpfen würden", meint Stöger. Die Katze beisst sich also in den Schwanz, klappt A nicht, ist auch B eine entfernte Galaxie in einem anderen Sonnensystem. Völlig durch den Wind war man als Beobachter der Partie gegen Mattersburg auch, weil die spielerische Linie völlig fehlte. Schinkels stimmt zu: "Die Partie war generell auf einem sehr niedrigem Niveau. Mit der fehlenden Kreativität waren wir leicht auszurechnen, obwohl es bis auf Stepan Vachousek dieselbe Mannschaft war, die eine Woche davor mit 3:1 gewonnen hat." Der Tscheche ist übrigens wieder halbwegs gesund, er sollte am Donnerstag schon wieder einsatzbereit sein. Vielleicht lassen die Schmerzen mit seinem Esprit wieder nach...

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
» zur Gesamttabelle