28.07.2006, 00:00 Uhr

MIT DER MOMENTANEN BILANZ KANN GENERALMANAGER THOMAS PARITS NICHT...

Mit der momentanen Bilanz kann Generalmanager Thomas Parits nicht...

Mit der momentanen Bilanz kann Generalmanager Thomas Parits nicht zufrieden sein. Das gibt er im Interview mit www.fk-austria.at auch ohne große Umschweife zu. Weiters spricht er über seine intensive Arbeitszeit, seine Wünsche und die Austria im Jahr 2007. Herr Parits, Sie waren am Mittwoch beim 4:1 des Nationalteams dabei. Hätten sie der Mannschaft diese Effizienz zugetraut? Nein, ich war sehr positiv überrascht. Trinidad & Tobago war ja auch nicht irgendein Gegner, immerhin ein WM-Teilnehmer. Ich freue mich, dass man eine klare Aufwärtsentwicklung gesehen hat. Das würden sie wahrscheinlich auch gerne über die Austria sagen können... Natürlich, aber man darf dennoch nicht alles so negativ sehen. Mir gefällt die Einstellung der Burschen, puncto Kampf und Einsatzbereitschaft kann ich niemandem einen Vorwurf machen. Noch nicht meinen Vorstellungen entspricht unser Offensivspiel. Aber damit meine ich nicht nur unsere Stürmer, denn für mich beginnt das Offensivspiel schon bei der Verteidigung. Es ist wichtig, wie von hinten heraus gespielt wird. Da muss man schon alle in die Verantwortung nehmen. Läuft etwas falsch? Freilich, sonst wären wir nicht da unten. Wir können mit dem letzten Tabellenplatz nicht zufrieden sein, müssen uns verbessern, aber gegenseitige Schuldzuweisungen bringen in unserer Situation gar nichts. Ich bin überzeugt, dass wir demnächst die Kurve wieder kratzen und wir vom Tabellenende wegkommen. Macht Ihnen die momentane Phase Sorgen? Von heute auf morgen läßt sich der Knoten sicherlich nicht lösen. Einigen fehlen die Erfolsgerlebnisse. Wie dem Roman Wallner etwa. In Ried trifft er nur die Latte, bei einem Lauf macht er den Ausgleich. Hundertprozentig. Er braucht ein Tor, um seine Vorzüge wieder voll zur Geltung bringen zu können. Dennoch müssen wir versuchen, in einigen Situationen das Glück zu erzwingen. Seit Ihrer Verpflichtung am 20. Oktober hat es für Sie keinen freien Tag mehr gegeben. Stecken Sie an einem Umspannwerk, denn ausgepowert hat man Sie noch nie erlebt in der Geschäftsstelle? Für mich ist dieser intensive Job überhaupt kein Problem. Ich bin Arbeiten von meinem früheren Betrieb gewöhnt, da habe ich meine Abrechnungen erst am Sonntag erledigen können, weil ich von Montag bis Samstag voll im Einsatz war. Aber was soll's? Jetzt ist die Zeit, wo etwas weitergehen soll, also muss man sich dahinterklemmen. Was hält Sie zurzeit am meisten auf Trab? Alles mögliche. Ich schaue mir täglich einige DVDs von Spielern an, rede mit Managern, schließe Kontakte, beschäftige mich viel mit der Mannschaft, führe mit dem Trainer Gespräche über die Kader-Erstellung. Leider ist mir noch keine Zeit geblieben, um in die Akademie zu fahren, dafür habe ich mit Amateur-Trainer Tommy Janeschitz schon zwei Gespräche geführt und ich werde sie auch morgen gegen den LASK beobachten. Namen von interessanten Spielern werden Sie uns keine verraten, können wir wenigstens die Positionen wissen, auf denen gesucht wird? Nein, wir müssen alle Infos sammeln, die verfügbar sind, dann werden wir entscheiden. Klar ist, dass wir torgefährlicher werden müssen. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt Stürmer suchen, wir müssen allgemein schneller nach vorne spielen und dazu brauchen wir Leute, die uns helfen können. Aber das darf niemand falsch verstehen. Am liebsten wäre mir, dass wir in den nächsten fünf Spielen so gut sind, damit wir gar keinen holen müssen. Georg Zellhofer ist dafür mein wichtigster Ansprechpartner. Er wird sich bis zur Winterpause noch alles ansehen und dann die Signale setzen. Gemeinsam werden wir danach versuchen, seine Vorstellungen realisieren zu können. Was man bis jetzt über Spieler liest, ist jedenfalls alles Spekulation, Entscheidungen sind bislang noch keine gefallen. Wie lautet Ihr Saisonziel? Das bleibt nach wie vor ein Platz unter den ersten Drei, davon rücke ich nicht ab. Ich bin überzeugt, dass wir nach einer guten Vorbereitung und der einen oder anderen Verstärkung ein schlagkräftiges Team haben, um eine Siegesserie starten zu können. DIe nahe Zukunft lautet aber Altach am Samstag - ein Sechs-Punkte-Spiel, da brauchen wir nichts beschönigen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 81
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 53
5. SK Rapid Wien 36 46
6. FC Flyeralarm Admira 36 46
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 37
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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