31.07.2006, 00:00 Uhr

MAN BRAUCHT SIE, DENN OHNE DIE „SCHWARZEN MÄNNER“ KANN ES...

Man braucht sie, denn ohne die „schwarzen Männer“ kann es...

Man braucht sie, denn ohne die „schwarzen Männer“ kann es kein Fußballspiel geben. Aber es gibt Tage, da wünscht man sich, dass die FIFA diese unumstößliche Regel für unseren Lieblingssport abschafft. Denn der FK Austria MAGNA hat nun innerhalb kurzer Zeit zwei echte „Katererlebnisse“ hinter sich. Am Mittwoch versaute Luis Hofmann mit einem Fehlpfiff unseren Heimsieg über Sturm, in Ried war es Robert Schörgenhofer, der einen daran zweifeln lässt, dass es einen Referee geben muss. Zumindest eine ganz krasse Fehlentscheidung ist ihm im Innviertel anzulasten gewesen. Brenner legte im Strafraum Mila, statt Elfmeter für die Austria bekam der Pole von Referee Schörgenhofer aber Gelb (40.). Das wäre die Chance zum Ausgleich gewesen. Da konnte auch Coach Georg Zellhofer nicht mehr mit seinem Ärger hinter dem Berg halten, er musste noch vor der Pause auf die Tribüne, weil er den Schiedsrichter-Assistenten verbal nach einer Reihe von äußerst eigenartigen Entscheidungen kritisierte, das Schiri-Trio war das schwächste Glied am Platz… Dabei hatte sich die Mannschaft soviel vorgenommen, wollte das späte Ausgleichstor, das sie gegen Sturm „ge-fressen“ hatte, wettmachen und dafür auswärts voll punkten. Aber ein 25-Meter-Schuss von Pichorner, der sich in einer Bogenlampe hinter Szabolcs Safar ins Netz gesenkt hatte, leitete die bittere Niederlage ein. Das Innviertel bleibt damit weiterhin kein guter Boden für die Wiener Austria. Leider. Denn die Violetten haben seit dem 14. Oktober 2000 nicht mehr gegen die Wikinger gewonnen, nicht einmal Zellhofer hat eine erfolgreiche Bilanz in Ried vorzuweisen. Er hat in insgesamt fünf Spielen (3 x mit Pasching, 2 x mit Rapid) noch keinen Sieg eingefahren, mit der Austria die Premiere leider ebenfalls nicht. Ein negatives Highlight, dem noch weitere folgen sollten: Kiesenebner und Lasnik sahen die fünfte Gelbe, fehlen damit am Samstag gegen Altach. Ebenso Fränky Schiemer, der sich eine schwere Verletzung im Schultergelenk zuzog, damit wahrscheinlich für den Rest der Herbstsaison ausfallen wird. Zugegeben, die Austria erwischte nicht ihren besten Tag, kam erst nach dem Wechsel zu ein paar Chancen, aber der Unparteiische war der mit Abstand schlechteste Mann im Stadion. Und das nicht nur wegen des nicht gegebenen Penalties. Nächstes Wochenende gegen Altach muss man eine ähnliche Moral an den Tag wie in den zweiten 45 Minuten - dann aber über die volle Distanz. Bereits in der Nachspielzeit hätte Roman Wallner mit einem Fallrückzieher fast noch das 1:1 geschossen, er traf aber nur die Latte. Vorläufig sind wir mit der ersten Niederlage unter Georg Zellhofer sogar auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. SV Josko Fenster Ried: H. Berger; Brenner, Glasner, Jank, Rzasa; Hackmair (72., Sulimani), Martinez, Eder, Drechsel (88., M. Berger), Pichorner; Brunmayr (82., Damjanovic). FK Austria MAGNA: Safar; Ertl, Tokic, Schiemer (83., Dos Santos), Troyansky; Mila, Kiesenebner, Blanchard, Lasnik (65., Mair); Vachousek (74., Aigner); Wallner. Gelb: Kiesenebner, Lasnik (beide gesperrt im nächsten Spiel), Mila, Dos Santos. Tor: Pichorner (13.) SR: Schörgenhofer; 6.500.