03.11.2006, 00:00 Uhr

LIEBE GEWOHNHEITEN SOLL MAN NICHT ÄNDERN, DESHALB IST AUCH AM LETZTEN...

Liebe Gewohnheiten soll man nicht ändern, deshalb ist auch am letzten...

Liebe Gewohnheiten soll man nicht ändern, deshalb ist auch am letzten Tag der Übertrittszeit bis zuletzt nicht durchgesickert, auf wen die Austria Jagd macht. Diese Taktik hat sich gelohnt, denn viele Köche verderben den Brei. SMI-Geschäftsführer Ernst Neumann, General Manager Thomas Parits und Manager Markus Kraetschmer arbeiteten bis spät nach Mitternacht, um auch den letzten Coup unter Dach und Fach bringen zu können. Eine penible Angelegenheit, den Vertragsverhandlungen unter Zeitdruck sind besonders schwierig. Aber es ist geglückt und Tschechiens Teamstürmer David Lafata soll seinen Teil dazu beitragen, damit es jetzt steil bergauf geht. Im Herbst war das Horr-Stadion beinahe ein Tummeplplatz der Zufriedenen. Viele verletzte Spieler sowie ein abgespeckter Kader ergaben die Aufstellung an den Meisterschaftstagen nahezu von selbst. Damit ist jetzt Schluß. 22 Feldspieler kämpfen um 18 Kaderplätze, das Klima wird etwas rauher werden. "Jetzt ist der Kader so stark, um jedes System spielen zu können und auch Verletzungen stecken wir leichter weg. Zudem hat uns der Konkurrenzkampf gefehlt", hält Parits fest und schiebt hinten nach: "Der Trainer kann aus einem sehr guten Stamm wählen. Wir haben ihm Verstärkungen versprochen, die hat er bekommen." Aber nicht nur Parits hat Wort gehalten, auch Frank Stronach muss man den Lorbeer aufsetzen. Er hat schon in einer Phase, in der noch nicht festgestanden ist, ob die von ihm geforderte Umstrukturierung im Verein mit der Ausgliederung in AG auch tatsächlich von der Generalversammlung abgesegnet wird, in die Mannschaft investiert. Und das, obwohl auch die Tinte unter dem Stadion-Projekt noch nicht trocken ist. Das alles beweist, dass ihm die Austria sehr am Herzen liegt. Bei aller zur Schau gestellter Zuversicht - was ist jetzt mit dem stets propagierten Weg mit den jungen Österreichern? Der wird nach wie vor mit Nachdruck beschritten. Im Kader stehen 14 Österreicher, von denen aktuell sieben für das A- oder U21-Nationalteam abgestellt wurden. "Jeder hat die Chance sich dem Trainer zu empfehlen, egal ob er jung oder alt, Österreicher oder Legionär ist. Nur weil einer Teamspieler ist, hat er keine Garantie auf einen Stammplatz", erklärt Parits, der somit jedem die gleichen Chancen einräumt. Und wenn einer nicht im Kader der Kampfmannschaft steht, kann er bei den Amateuren Spielpraxis sammeln. Von den Amateuren wiederum, wo ohnehin viele U19-Talente sind, gehen diese am Wochenende zur U19 und spielen. Jeder kommt also zum Zug und kann aufzeigen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. FK Austria Wien 8 14
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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