19.06.2006, 00:00 Uhr

GUT ERHOLT UND MIT HOHEN ERWARTUNGEN IST DIE OPERATIVE FÜHRUNG DES...

Gut erholt und mit hohen Erwartungen ist die operative Führung des...

Gut erholt und mit hohen Erwartungen ist die operative Führung des FAK, Manager Markus Kraetschmer und Sportdirektor Peter Stöger (beide im Bild), aus dem Weihnachts-Urlaub vom Skifahren zurückgekehrt. Die Wünsche für das Jahr 2006 sind klar: Meister werden und dann in der Gruppenphase der Champions League spielen. Erstmals seit vielen, vielen Jahren gibt es zu Beginn der Vorbereitung keine neuen Spieler. Zum einen, weil mit Dospel, Vachousek, Antonsson, Hill und Janocko etliche Langzeitverletzte wieder fit sind und der Kader gut ist. Zum anderen, weil der Rückzug von Frank Stronach im Juni 2007 berücksichtigt werden muss. Kraetschmer vorsichtig: "Die Zeiten, in denen man sich Risikotransfers leisten konnte, sind Vergangenheit." Obwohl Frank Stronach signalisiert hat, dass er für einen Stürmer nochmals die Kassa öffnen würde. Das hängt aber auch von einigen anderen Komponenten ab. Stöger: "Wir haben drei gute Stürmer, würden nur einen holen, wenn er vom Alter, vom Finanziellen und Charakter zu uns paßt. Und freilich, wenn er zustimmt, dass wir ihm nur bis Sommer 2007 ein seriöses Angebot machen können." Zudem sind die Offensivvarianten mit der Rückkehr von Vachousek und Janocko größer geworden, mit Dos Santos haben wir eine zusätzliche Option im Angriff. Erstmals nach langem hat die Austria also eine Transferperiode, die stärker von den finanziellen Seite geprägt ist als üblich. "Für mich ist es normal, dass ich im Sommer einen Kader zusammenstelle, den ich vielleicht im Winter vereinzelt nachadjustiere. Diese großen Rochaden waren nie mein Ding", sagt Stöger, der gemeinsam mit Kraetschmer auch schon an die Zukunft denkt. "Peter Stöger kann in eineinhalb Jahren, wenn der Betriebsführungsvertrag endet, keine 20 Topteamspieler übergeben, die sich die Austria in der Nach-Stronach-Ära nicht mehr leisten kann", erklärt der Manager die Rahmenbedingungen. Ihre gemeinsame Aufgabe ist es, in den kommenden Wochen und Monaten den Kader so zu filtern, dass die positiven Charaktere und guten Spieler überbleiben. Stöger gibt die Marschrichtung eindeutig vor: "Ab jetzt müssen wir aufpassen, damit der Klub nicht einmal Probleme bekommt." Austrias Sportliche Leitung ist ab sofort noch mehr gefordert. Es muss gelingen um die Meisterschaft zu spielen, aber gleichzeitig eine Verjüngung und somit billigere Mannschaft auf die Beine zu stellen, die dennoch attraktiven und effektiven Fußball spielt. "Somit ist unser Ziel eine konsequente Fortführung des im Sommer eingeschlagenen Weges. Durch den geplanten Einbau der jungen Spieler werden sich die Personalkosten automatisch reduzieren", so Kraetschmer. Dies ist über weite Strecken auch schon im Herbst gelungen, denn umsonst sind die Violetten mit einem im Schnitt um drei Jahre jüngeren Kader als noch in der Vorsaison auch nicht Winterkönig geworden. Stöger: "Das wird schwer genug, denn man sieht welche Probleme Rapid hat, um ihre Besten zu halten." Und da soll noch einmal einer sagen, es wird reichen, dass es genügt, dass Austria nach Stronach mit Sicherheit dasselbe Budget wie unser Erzrivale auf die Beine stellen wird - Hofmann ist schon weg, Ivanschitz möchte weg... Nur die Salzburger können schalten und walten wie es beliebt, aber auch dort haben die so hoch Gelobten gesehen, dass im Sommer nicht alles richtig war, somit wird der Kader schon wieder nachgebessert. Stögers Weg ist eindeutig: "Austria hat eine gute Mannschaft, die Besten sollen in die neue Saison mitgenommen werden. Wir setzen auch viel darauf, dass wir mit der Rückkehr der Verletzten wieder eine größere Auswahl als zuletzt haben. Und das, obwohl wir im Herbst unsere vielen Ausfälle auch schon sehr gut kompensiert haben."

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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