23.06.2006, 00:00 Uhr

FRENKIE SCHINKELS HAT VOR EIN PAAR TAGEN IM SCHERZ GESAGT: "JETZT...

Frenkie Schinkels hat vor ein paar Tagen im Scherz gesagt: "Jetzt...

Frenkie Schinkels hat vor ein paar Tagen im Scherz gesagt: "Jetzt müssen mich die Rangers auch bald als Trainer holen, denn ich kenne die Mannschaft ja schon fast besser als Paul Le Guen." Das ist etwas Wahres dran, denn mit Libor Sionko und Filip Sebo haben die Schotten bereits zwei Ex-Veilchen unter Vertrag genommen, Sasa Papac wird ebenfalls schon als Fixbestandteil der Viererkette von britischen Medien gehandelt. Aber eben nur von denen, weil für uns ein Transfer kein Thema ist. Sportdirektor Peter Stöger bestätigt zwar, dass die Rangers Interesse an unserem Bosnier zeigten, allerdings liegt das drei Monate zurück. "Wie sie ein paar von unseren Spielen beobachtet haben, haben sie sich die Namen von Sionko, Sebo und Papac in ihre Notizblöcke geschrieben." Dass es mit dem Tschechen Sionko und dem Slowaken Sebo geklappt hat, ist hinlänglich bekannt, bei Papac ist die Sachlage aber eine ganz andere. Seit dieser Zeit gibt es zwischen Klubs überhaupt keinen Kontakt, lediglich Spielermanager wären an einem Geschäft interessiert. Ebenso gehört auch die Geschichte, dass wir im Tausch für Papac den Stürmer Nacho Novo bekommen, in das Reich der Träumereien. "Das sollte aber ohnehin jedem klar sein, der sich nur ein bisschen im Fußballgeschäft auskennt. Wir geben doch nicht einen Filip Sebo her, der bei den Rangers das Vierfache verdient, dass er bei uns kassierte. Somit sollte jeder auch Eines und Eins zusammenzählen können, dass ein Spanier nicht einmal im Entferntesten in unser Gehaltsschema passen kann", wundert sich Stöger über diese abstruse Story.  Würden wir in der jetzigen Phase überhaupt einen weiteren Abgang verkraften? "Daran ist überhaupt nicht gedacht", sagt Stöger, "wir sind bei keinem, der uns verlassen hat, selber aktiv geworden. Deswegen sehe ich alles auch sehr entspannt." Nicht ganz so entspannt ist der Sportdirektor, wenn er derzeit auf die Tabelle schaut. "Ein Sieg würde uns ganz gut tun, vom Kader her müssten wir eigentlich ganz vorne dabei sein, das ist auch unser Anspruch. Ich habe immer gesagt, dass wir dafür aber unser Potenzial abrufen müssen. Wenn wir uns aber etwas ersparen wollen, so wie das gerade der Fall ist, dann haben wir einen Hänger." So wie im Herbst des vergangenen Jahres, da war die Situation ganz ähnlich. Die Mannschaft hat sich damals selber aus dem Tief rausgespielt, Stöger traut ihr das freilich auch jetzt zu: "Es geht nur über Ruhe und konzentrierte Arbeit, dann kommt auch das Selbstvertrauen zurück." Apropos Selbstvertrauen. Was das ausmachen kann, das hat Filip Sebo gestern bewiesen. In seinem ersten A-Länderspiel bombte er die Slowakei mit allen drei Treffern zum 3:0-Sieg über Malta. "Gerade Sebo ist ein Paradebeispiel und ein Synomym für die jetzige Situation. Er hat von uns auch ein halbes Jahr Zeit bekommen, wurde behutsam aufgebaut, von vielen aber schon als Fehlkauf abgestempelt. Unsere neuen Spieler bekommen dieselbe Zeit wie Filip."