19.04.2006, 00:00 Uhr

FLORIAN METZ WAR EINER DER SENKRECHTSTARTER BEIM FK AUSTRIA MAGNA IN DER...

Florian Metz war einer der Senkrechtstarter beim FK Austria MAGNA in der...

Florian Metz war einer der Senkrechtstarter beim FK Austria MAGNA in der letzten Saison. Nach seinen beherzten Auftritten in den UEFA-Cupspielen gegen Legia Warschau, Dnjeprpetrowsk, Utrecht, Bilbao und Saragaossa kam der defensive Mittelfeldspieler in der Saison 2004/05 auf  10 Einsätze in der Bundesliga, heuer hat er schon acht. Hätte ihn im Herbst eine Verletzung nicht für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt, wären es bestimmt noch ein paar mehr geworden. Dazu musste er im Jänner zum Bundesheer einrücken (im Bild oben mit Ex-Referee Franz Mostböck, der Vizeleutnant ist.) Im Interview mit www.fk-austria.at sprach der Shootingstar und Musterschüler (Abschluss in der Frank Stronach Akademie mit Auszeichnung) über seine Ziele bei den Violetten und seine Zukunftspläne. Zudem verrät der 20-Jährige, was ein Nachwuchsspieler braucht, um sich beim FK Austria MAGNA durchsetzen zu können. Das Interview mit Florian Metz: Du giltst als echter Senkrechtstarter, bist Du auch zufrieden mit Deinem bisherigen Saison-Verlauf bei der Austria? Im Herbst hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet, aber bei unserem großen Kader ist es natürlich auch nicht leicht. Außerdem war ich auch nicht so in Form und habe mich auch noch verletzt. Jetzt fühle ich mich besser. Ich war sogar überrascht, dass ich gegen Rapid schon im Kader gestanden bin. So wie es derzeit läuft, passt mir das sehr gut. Du kommst aus der FSA in Hollabrunn, bist demnach nahezu ein echtes Eigengewächs. Wie schwer ist es sich als Nobody in einem Spitzenteam durchzusetzen? Ich hätte es mir schwerer vorgestellt. Als ich gekommen bin, war ich 18 und bin super aufgenommen worden. Es ist jeden Tag ein Traum mit Leuten wie Blanchard, Radomski oder Tokic auf dem Platz stehen zu können. Besonders Blanchard ist einer, der uns Junge immer wieder motiviert und unter die Arme greift. Ich habe aber erst den ersten Teil des Weges geschafft, denn ich kann mich noch in allen Bereichen verbessern.  Was braucht man zusätzlich zum Talent, um es auch beim FAK zu schaffen? Man muss im Spiel etwas riskieren, darf aber auch den Respekt nie verlieren. Zu viel nachzudenken, vielleicht zu sehr auf Sicherheit zu gehen, bringt einen nicht weiter. Außerdem braucht man den Glauben an sich selber, Disziplin und ein hohes Maß an Trainingsbereitschaft. Bis zu U14 waren wir alle gleich, dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Einige haben mehr Spaß beim Ausgehen entwickelt als beim Training, andere haben sich lieber auf Mädchen konzentriert. Man muss wissen, wann Arbeit ist und wann man Freizeit genießen kann. Gegen Rapid wurdest Du kurz vor Schluss eingewechselt. Ist das Spiel gegen den Erzrivalen immer etwas Besonderes? Klar, die Stimmung ist immer am Kochen, die Nerven sind bei allen angespannt. Für mich war es bereits das vierte Derby, übrigens war ein Derby am 1. August 2004 auch mein Bundesliga-Debüt. Wenn man 3:0 wie diesmal gewinnt, ist es natürlich ein umso schöneres Erlebnis. Wie geht es Dir beim Bundesheer? Ganz gut. Aber erst jetzt. Die ersten drei Wochen im Jänner waren sehr hart, denn ich bin nicht zum Trainieren gekommen und musste in meiner Kaserne in Allensteig ein ganz neue Seite des Lebens kennen lernen. Im Schnitt hatte es minus 20 Grad und ich habe Sachen gelernt, an die ich noch nie in meinem Leben gedacht habe. Alles in allem ist es sehr gewöhnungsbedürftig. Jetzt bin ich im HSZ in der Südstadt und muss täglich um 07:30 Uhr zur Standeskontrolle anwesend sein. Es ist nicht gelogen, wenn ich sage, dass ich mich auf den Abrüsttermin am 8. Juli bereits sehr freue. Du hast deinen Vertrag erst im Winter bis Sommer 2008 verlängert, demnach hast Du noch viel vor mit der Austria? Absolut! Zuerst will ich Meister werden und im Frühjahr mehr spielen, dann kann ich daran gehen, dass ich mich voll durchsetze und einen Stammplatz bekomme. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn Trainer Frenkie Schinkels sagt über Metz: "Er hat trotz seiner Jugend eine sehr professionelle Einstellung, verhält sich mit dem Mund sehr ruhig, gibt mit den Beinen aber Gas. Über so einen Spieler kann sich jeder Trainer freuen. Wir haben mit ihm den idealen Nachfolger für Jocelyn Blanchard im eigenen Haus. Metz und Kiesenebner zählen für mich überhaupt zu den besten defensiven Mittelfeldspielern in Österreich. Wobei Metzi auch auf die rechte Viererketten-Position gut passen würde."

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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