10.10.2006, 00:00 Uhr

ES WAR EIN TRANSFER, DER VÖLLIG IM VERBORGENEN ABGELAUFEN IST....

Es war ein Transfer, der völlig im Verborgenen abgelaufen ist....

Es war ein Transfer, der völlig im Verborgenen abgelaufen ist. Niemand hat etwas mitbekommen von der Verpflichtung Wolfgang Mairs (im Bild noch als Salzburger gegen Andi Ulmer), plötzlich war er da. Ebenso lief sein erstes Spiel für die Austria am Sonntag gegen den SV Ried ab. In der zweiten Halbzeit eingewechselt, sorgte er gleich für frischen Wind, wirbelte ohne Respekt im offensiven Mittelfeld. Seine Traumposition ist aber freilich der Sturm, dort will er sich einen Stammplatz erkämpfen und für Violett Tore vorbereiten und selber schießen, wie er im Interview mit www.fk-austria.at voller Zuversicht sagt. Ein positiver Charakter, den wir jetzt gut gebrauchen können. Wolfi, in Salzburg hast Du nur fünf Spiele im Frühjahr gemacht, u. a. weil Du am Knie verletzt warst. Wie war das Gefühl bei der Einwechslung am Sonntag? Das war sensationell, das war es aber auch schon vorher. Ich hätte nicht erwartet, dass mich das Umfeld hier so positiv aufnimmt. So habe ich das noch nie erlebt. Weder in Tirol, noch in Salzburg oder in Pasching. Die Stimmung hier ist absolut positiv, auch bei den Fans, dabei hätten die allen Grund nicht so gut aufgelegt zu sein. Mir haben ihre Gesänge während des Spiels getaugt, es gab keine Schimpfereien, auch nicht für die Gegner - mich freut's, dass ich hier sein darf. Auf solche positiven Momente hast Du wahrscheinlich lange warten müssen? Es hat in den letzten Monaten durchaus auch eine Zeit von etwa zehn Tagen gegeben, in denen ich von Fußball gar nichts hören wollte, mir das ganze Geschäft sehr auf die Nerven gegangen ist. Bei Salzburg konnte mir keiner dirket ins Gesicht sagen, wie es weitergeht, was passiert, wie wir das zu Ende bringen können. Darum freue ich mich auf die Herausforderung in Wien. Es ist eine neue Aufgabe, der ich mich voll widmen werde. Wie würdest Du Deine Saison in Salzburg nachträglich bewerten: lehrreich oder vergeudete Zeit? Es war sicher lehrreich, ich möchte sie auf keinen Fall missen. Auch mit Fußballern wie Zickler, Linke oder Jezek zusammenspielen zu können, ist etwas besonderes. Auch vom dort geschaffenen Umfeld war es top. Ich nehme mir lieber das Positive heraus, denke an das andere nicht so gerne zurück. Wie war Dein Verhältnis zu Trainer Kurt Jara? Eigenartig, obwohl wir beide Tiroler waren und ich schon bei seiner Zeit als Wacker-Trainer als Junger in die Kampfmannschaft reinschnuppern durfte. Tatsache ist aber, dass ich noch keinen Trainer erlebt habe, der so wenig mit mir gesprochen hat. Was sind Deine Ziele mit der Austria? Ich möchte wieder an meine Tiroler Zeiten anschließen, als ich mit der jungen Mannschaft aus der Red Zac in die Bundesliga aufgestiegen bin, einen Stammplatz erkämpft hatte, all meine Kritiker eines besseren belehrt habe und in der Bundesliga 13 Tore gemacht habe. Ich bin auch heuer bei der Austria für zehn Tore gut. Wie würdest Du Dich selbst beschreiben? Das mache ich nicht, das sollen andere tun. Ich werde jedenfalls alles daran setzen, dass man zufrieden mit mir ist und man mich nicht so schnell vergessen wird. Hast Du bereits eine Wohnung oder ein Haus gefunden? Ich habe mir bereits etwas angeschaut, aber noch nichts gefunden. Es wird noch etwas dauern, bis dahin muss ich leider noch im Hotel wohnen. Danke für das Gespräch, Wolfi und alles Gute!    

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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