20.12.2006, 00:00 Uhr

ES IST IMMER EINE FRAGE DES BLICKWINKELS. MAN KANN SAGEN, DASS WIR MORGEN...

Es ist immer eine Frage des Blickwinkels. Man kann sagen, dass wir morgen...

Es ist immer eine Frage des Blickwinkels. Man kann sagen, dass wir morgen gegen Sparta Prag mit dem letzten Aufgebot antreten müssen (20:45 ). Oder - und so wollen wir die Geschichte angehen - man sagt: Unsere Jungveilchen sind stark genug, um auch gegen den tschechischen Tabellenführer eine gute Figur abgeben zu können. Jammern hilft sowieso nichts, denn die Probleme werden dadurch auch nicht kleiner. Aber wir erwähnen es der Ordnung halber, dass zu den ohnehin schon länger Verletzten jetzt noch weitere Wackelkandidaten dazugekommen sind. Hannes Aigner musste am Dienstag das Training abbrechen, Roman Wallner spielt aufgrund einer Patellasehnenreizung seit längerem nur mehr mit Schmerzmitteln, nun ist auch noch Jocelyn Blanchard wegen einer Muskelverhärtung mehr als fraglich. Bereits fix ist, dass er nicht von Beginn an spielen, vielleicht nicht einmal auf der Bank sitzen wird. Jetzt müssen andere die Kohlen aus dem Feuer holen. Spieler wie Schragner, Metz oder Netzer, die normalerweise bei den Amateuren aushelfen, sind ohnehin schon seit Wochen Fixstarter in der Kampfmamnnschaft, sie lösen ihre Aufgaben aber auch ausgezeichnet, haben nie enttäuscht. Ebenso Sebastian Mila (im Bild gegen Schragner) oder Delano Hill. "Vielen mussten ins kalte Wasser springen. Wie Schragner zum Beispiel. Er war drei Monate verletzt, hatte keine Spielpraxis und war sofort voll da. Wir können sehr stolz auf unsere Youngsters sein", zollt Trainer Georg Zellhofer seinem Kader Beifall. Geht es nach den Buchmachern, ist die Austria Favorit. Interwetten hat eine Quote von 2,3 auf einen Heimsieg, für einen Erfolg von Sparta gibt es eine Quote von 2,8. Für die Tschechen geht es um nichts mehr, sie haben nur einen Punkt aus drei Partien, bestreiten morgen ihr letztes Gruppenspiel, können den dritten Gruppenplatz, der ein Weiterkommen garantiert, nicht mehr erreichen. "Dabei", sagt Zellhofer, "könnte es in der Tabelle auch ganz anders aussehen. Ich habe viele Videos von ihnen gesehen, auch die 1:3-Niederlage gegen Waregem. Sie waren klar besser, haben aber drei Kontertore eingefangen. Für mich sind sie von der Organisation und der Klasse der Einzelspieler auf einer Stufe mit Ajax Amsterdam. Mich wundert es, dass sie schon ausgeschieden sind." Für uns ist - allerdings nur bei einem Schützenfest - noch etwas drinnen und auch Generalmanager Thomas Parits ist überzeugt, dass wir unser Fell so teuer wie möglich verkaufen werden. "Wir werden so reingehen, dass wir Österreich würdig vertreten. Die, die morgen spielen, können ohne Druck in die Partie gehen und können Erfahrung sammeln. Für sie soll es ein wunderbares Erlebnis werden." Wer rückt von den Amateuren nach? Michi Madl (18) und Christian Ramsebner (17), zwei hoffnungsvolle Innenverteidiger der FSA sowie Mittelfeldspieler Christoph Saurer (20). Einer der drei wird möglicherweise sogar beginnen. Zellhofer scherzhaft zur Aufstellung: "Wir greifen rein in den Topf und ziehen." Tabelle Gruppe F 1. Espanyol (6 Punkte/2 Spiele), 2. Waregem (6/3), 3. Ajax (4/2), 4. Sparta (1/3), 5. Austria (0/2). Ebenfalls am Donnerstag: Ajax - Espanyol. Am 13.12.: Espanyol - Austria und Waregem - Ajax