24.08.2006, 00:00 Uhr

ES IST EINE ENTSCHEIDUNG, DIE FÜR ALLE BEI DER AUSTRIA SEHR...

Es ist eine Entscheidung, die für alle bei der Austria sehr...

Es ist eine Entscheidung, die für alle bei der Austria sehr überraschend gekommen ist. Manager Markus Kraetschmer und Sportdirektor Peter Stöger wurden auch erst heute morgen telefonisch von Frank Stronach davon in Kenntnis gesetzt, dass Thomas Parits zum neuen Generalmanager der Violetten bestellt wird. Aber der Beschluß wird grundsätzlich sehr positiv aufgenommen, wenngleich noch niemand so richtig sagen kann, wie die unmittelbare Zukunft aussehen wird. "Nach dem Spiel gegen Waregem wirkt dieser Schritt so, als ob er als Schlussfolgerung aus dem Debakel erfolgt wäre. Aber Frank Stronach hat mir versichert, dass er Parits auch geholt hätte, wenn wir 5:0 gewonnen hätten", erklärt Kraetschmer, der ebenso wie Stöger und Trainer Frenkie Schinkels im Amt bleiben wird. "Für uns ändert sich jetzt gleich gar nichts, es gibt auch keine Trainer-Thematik." Kraetschmer weiter: "Thomas Parits hat eine beratende Funktion. Frank Stronach hat uns heute morgen nochmals den Auftrag gegeben, in Ruhe weiterzuarbeiten. Wir werden uns am Montag mit Herrn Parits erstmals persönlich zusammenzusetzen und mit ihm die Situation besprechen. Zudem hat er den klaren Auftrag bekommen, mit Alt-Austrianern zu reden, um sie eventuell mit ins Boot zu holen. Bis zum Spiel am Sonntag in Salzburg ändert sich gar nichts." Peter Stöger hält Parits für eine sehr gute Wahl. "Ich habe heute nur kurz mit ihm telefoniert, kenne ihn aber als Spieler, Trainer und sehr netten Menschen. Für mich ist nicht entscheidend, wie lange er weg vom Fußball war, entscheidend ist, ob jetzt etwas im Sinne der Austria für die Zukunft umgesetzt werden kann. Wir werden am Montag klären, wie er sich alles vorstellt und wie wir ihn dabei unterstützen können." In Salzburg wird er am Sonntag auf der Tribüne sitzen, übers Wochenende eine erste Analyse für sich vornehmen. Stöger setzt nach: "Ich habe die Hoffnung, dass mit diesem frischem Rückenwind auch die Austria davon profitieren kann." Denn man darf nicht vergessen, dass die Planungen für die nächste Saison schwer in der Luft hängen. Zehn Verträge laufen aus, Gespräche mit diesen oder neuen Spielern müssten schon jetzt geführt werden.  Mit der Installierung des neuen "Generals" hat Frank Stronach aber ein Zeichen gesetzt, dass die Austria nach wie vor eine Herzensangelegenheit für ihn ist und er hat auch schon des öfteren betont, dass er auch über den 30.06.2007 (Ende des Betriebsführungs-Vertrags) hinaus mit Violett kooperieren möchte. Stöger über einen weiteren Vorteil der Parits-Verpflichtung: "Früher haben mit Polster, Kronsteiner, Söndergaard, Kraetschmer, Schinkels, Kern und mir sieben Personen im operativen Tagesgeschäft gearbeitet. Jetzt sind es mit Kraetschmer, Schinkels und mir nur noch drei, die Aufgaben sind aber dieselben geblieben. Es gibt genug für alle zu tun."