17.10.2006, 00:00 Uhr

ES IST DER VIERTE ANLAUF DER WIENER AUSTRIA AUF DIE CHAMPIONS LEAGUE UND...

Es ist der vierte Anlauf der Wiener Austria auf die Champions League und...

Es ist der vierte Anlauf der Wiener Austria auf die Champions League und es soll nach drei gescheiterten Versuchen der erste erfolgreiche sein. Mit großem Respekt, aber ohne Angst gehen die Violetten heute Abend (21:15 Uhr/live in ORF 1) in das Rückspiel gegen Benfica Lissabon. Bilbao und Saragossa haben wir im UEFA-Cup vor eineinhalb Jahren als Fußball-Zwerg ausgeknockt, mal sehen, ob wir mit den Portugiesen den nächsten Riesen erlegen. Einer, der weiß, wie es theoretisch und praktisch geht, ist Sportdirektor Peter Stöger. Er ist nach drei Meistertiteln und drei Cupsiegen mit der Austria zu Rapid gewechselt, hat mit unserem Erzrivalen im Jahr 1995 Sporting Lissabon aus dem Cupsieger-Bewerb geknallt. Im Interview mit www.fk-austria.at redet er über das Einst und Jetzt. Peter, wie war das damals im Achtelfinale, erinnerst Du dich noch gut daran? Sehr gut sogar. Wir haben auswärts mit 0:2 verloren, hatten dabei aber noch unglaubliches Glück, dass wir uns nicht noch mehr Stück eingefangen haben. Daheim haben wir dann 1:0 geführt und erst in der 90. Minute mit dem zweiten Treffer die Verlängerung erzwungen. Einige tausend Besucher sind schon vorzeitig aus dem Stadion abgewandert, man hat uns nichts mehr zugetraut. Ähnlich wie jetzt. Die Verlängerung hat dann uns gehört, wir haben sie zerlegt, 4:0 gewonnen, sind bis ins Endspiel vorgedrungen.   Auf welcher Position hast Du damals gespielt? Zentral hinter den Spitzen. Ich war zwar schon 29, aber hatte eine Phase, in der ich ganz gut unterwegs war. Ihr habt in Lissabon viel Glück gehabt, hast Du gesagt. Das werden wir auch jetzt benötigen... Wenn du in eine Gruppenphase der Champions League kommen willst, dann brauchst du das - aber auch ganz andere Kaliber als wir brauchen oftmals etwas Glück, um nicht über eine kleine Hürde zu stolpern. Als österreichischer Klub ist die Qualifikation jedenfalls nicht mehr der Alltag, wie wir alle wissen. Was ist der Grundstein zum Erfolg? Das Wichtigste ist der Glaube an uns selber. Die Ausgangsposition haben wir mit dem 1:1 klar verbessert, denn schon im Vorfeld haben uns ein Unentschieden die wenigstens zugetraut. Wir haben aber gesehen, dass noch mehr drinnen gewesen wäre und was alles passieren kann, wenn wir unser Potenzial zu hundert Prozent abrufen. Wie werden wir es anlegen heute Abend? Wir werden sehr dagegen halten und sie von unserem Strafraum fernhalten müssen. Je näher sie zur 20-Meter-Marke kommen, umso gefährlicher wird es. Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass wir eine einmalige Chance auf etwas Außergewöhnliches haben. Zudem müssen wir uns freuen, dass wir in diesem Bewerb spielen können, das muss doch eine Herausforderung für jeden sein. Wo siehst Du Vorteile für uns? Unser großer Pluspunkt ist, dass für Benfica das Erreichen der Gruppenphase als Minimalziel verlangt wird. Das erwartet sogar ganz Europa seit der Auslosung. Sie müssen unbedingt, wir wollen unbedingt, das müssen wir auch in der Besprechung herausarbeiten. Wir haben nichts davon, wenn wir nur sagen, dass wir nichts zu verlieren haben. Ich weiß nicht, wer diesen dummen Spruch erfunden hat. Wir können in neunzig Minuten alles gewinnen oder verlieren. Mit welchen Mitteln werden wir versuchen zum Erfolg zu kommen? Um dabei sein zu können, muss jeder alles in die Waagschale werfen. Ceh seine Technik, Blanchard muss seine Mitspieler einteilen, Troyansky muss mit seinem Einsatz zur Geltung kommen. Kurzum muss jeder seine Attribute abrufen, die ihn zur Austria gebracht haben. Wie bezifferst Du die Chancen? Von Haus aus habe ich auf 30:70 getippt, jetzt sage ich 50:50. Aber nicht, weil wir gleich gut wie Benfica sind, oder weil es leichter geworden ist. Aber wir sind nach der Hälfte noch dabei. Dass es schwer werden wird, haben wir immer gewusst. Wir haben aber auch die Qualität, um es zu schaffen. Wir müssen das Spiel auch nicht in den ersten zwanzig Minuten gewinnen, es reicht, wenn am Ende der Aufstieg perfekt gemacht wurde.    

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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