04.07.2006, 00:00 Uhr

ERST AM MONTAG DIESE WOCHE HAT PETER STÖGER GEMEINSAM MIT ROMAN...

Erst am Montag diese Woche hat Peter Stöger gemeinsam mit Roman...

Erst am Montag diese Woche hat Peter Stöger gemeinsam mit Roman Mählich und Günter Schiesswald die Prüfung zur A-Lizenz der Trainerausbildung bestanden, nun kann unser Sportdirektor gleich alles, was er in den Fächern Pädagogik und Teamführung gelernt hat, sinnvoll einsetzen. Denn nach dem Abgang von Filip Sebo zu den Rangers, wo er gestern vor 40 Journalisten präsentiert wurde, muss Stöger Ruhe und Gelassenheit demonstrieren, das Emotionelle zur Seite schieben. Selber ist er froh, dass der Transfer nun endlich abgeschlossen ist. "Es war sehr mühsam. Wir wollten ihn halten, er wollte weg, dann war es ein Verhandlungs-Marathon, weil wir das Optimum für den Klub herausholen wollten." Dass wir seinen Abgang spüren werden, davon ist Stöger überzeugt. "Aber es liegt wieder an uns, Alternativen zu entwickeln. Im letzten Jahr sind wir im Sommer auch nur mit drei Stürmern gestartet. Mit Vastic und Afolabi haben wir auch damals zwei Spieler verloren, die sehr viel Qualität hatten. Wir wurden dafür schwer kritisiert, hatten dennoch die beste Abwehr der Liga und mit Linz den Torschützenkönig." Das untermauert, dass bei den Violetten gute Arbeit geleistet wird. Stöger weiter: "Es liegt an uns, dass wir wieder solche Treffer landen wie vor einem Jahr. Das wird sicher nicht immer zu hundert Prozent funktionieren, wenn man aber seinen Job korrekt angeht, dann kann man Schwächen ausgleichen. Zudem haben wir noch immer drei sehr gute Stürmer." Wie sieht das Anforderungsprofil für den Sebo-Nachfolger aus? Derselbe Typ wird schwer zu finden sein, aber wir suchen einen, der ins Budget passt sowie in unsere Zukunftsplanungen und beim Rest der Anforderungen ist nur wichtig, dass er Qualität hat. "Wenn wir einen haben, könnten wir auch das System ändern, das haben wir im Frühjahr auch gemacht. Man muss sich immer den Möglichkeiten anpassen, die man zur Verfügung hat." Dass die Mannschaft nach diesem Abgang einen Knacks bekommt, ist nicht zu erwarten, denn einige Spieler sind selber auf Stöger zugegangen und haben gesagt, dass der Klub Sebo die Chance nicht verbauen soll. "Also zählen auch keine Ausreden." Egal, wer geht, wann und wo gegen wen gespielt wird - die Leistung muss passen. Dafür ist Tirol in dieser Form sicherlich ein schöner Gradmesser. Wir brauchen Punkte für die Meisterschaft, dürfen uns keine Ausrutscher erlauben. "Wir müssen ruhig und sachlich an dieses Spiel herangehen, dürfen in keiner Sekunde an die Partie gegen Benfica denken. Erst nach dem Schlußpfiff." Die Mannschaft wird am Samstag noch in Tirol schlafen, am Sonntag dort trainieren, dann ein Videostudium haben und erst am Sonntag Abend heimfliegen. Und hoffentlich mit drei Punkten im Gepäck.