08.04.2006, 00:00 Uhr

ER WAR EINER DER GROßEN FUßBALLER DER AUSTRIA, KICKTE AUCH IM...

Er war einer der großen Fußballer der Austria, kickte auch im...

Er war einer der großen Fußballer der Austria, kickte auch im Wunderteam, gewann den Mitropacup (1936) und wurde von seinen Freunden und Mitspielern liebevoll "der Blade" genannt - morgen würde Karl Sesta seinen 100. Geburtstag feiern. Der FK Austria MAGNA hat auf seinem Grab am Simmeringer Friedhof zum Gedenken einen Kranz niedergelegt. Hier eine kurze Biographie über Sesta, der eigentlich Szestak hieß: Karl Sesta nahm für Österreich an der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 in Italien teil. Er spielte als Verteidiger für den Wiener AC und Austria Wien. Nach dem Anschluss Österreichs an das deutsche Reich spielte er noch 1941 und 1942 drei Länderspiele für Deutschland. Am 15. Juni 1941 feierte er gegen Kroatien im Alter von 35 Jahren sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft und ist damit bis heute der älteste Spieler, der für Deutschland sein erstes Länderspiel bestritt. Bekanntlich standen die Dreißiger Jahre ganz im Zeichen des besten Fußball-Nationalteams, das Österreich je hervorbrachte: das so genannte "Wunderteam". Zu den legendären Spielern der Nationalelf mit Weltruf zählten vor allem Matthias Sindelar (1903 - 1939), wegen seiner bedächtigen Spielweise "der Papierene" genannt, und Karl Sesta (1906 - 1974) "der Blade". Sesta war auch beim ersten glanzvollen Auftritt im Jahre 1931 dabei, als man in Berlin 6:0 gegen Deutschland siegte. Wenn uns das heute gelingen würde, wären wir heilfroh... Das Retour-Match ließ nicht lange auf sich warten. Mehr als 50.000 Zuschauer im Wiener Stadion waren am 13. September 1931 Zeuge, dass Österreichs Fußball Wunderteamzeiten entgegenging: Im ersten offiziellen Länderspiel wurde Deutschland mit einem eindrucksvollen 5:0 vom Platz gefegt. Neben der WM-Teilnahme 1934 in Italien, zweifelsohne ein weiterer sportlicher Höhepunkt seiner Karriere, gibt es auch den legendären Wortwechsel mit dem späteren englischen König 1932 im Londoner Stadion an der Stamford Bridge. Der Herzog von Kent sagte anläßlich der Begrüßung unseres Nationalteams, das dort 3:4 verloren hat: "Sie haben einen schönen Beruf." Das Wiener Original antwortete ihm: "Aber auch Sie Majestät haben ka schlechte Hackn." Kein Blatt vor den Mund genommen hat er sich auch gegenüber dem deutschen Reichstrainer Sepp Herberger, der ihn kritisierte. Der Verteidiger reagierte darauf mit dem Götz-Zitat. Das kostete ihn freilich einige Spiele im reichsdeutschen Team, in das er deswegen lange nicht einberufen wurde. Karl Sesta, eigentlich Karl Szestak, (* 18. März 1906 in Wien; † 12. Juli 1974 in Hainburg an der Donau)  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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