04.06.2006, 00:00 Uhr

ER KAM ALS NACHFOLGER VON DEUTSCHLANDS EX-TEAMKEEPER EIKE IMMEL UND HATTE...

Er kam als Nachfolger von Deutschlands Ex-Teamkeeper Eike Immel und hatte...

Er kam als Nachfolger von Deutschlands Ex-Teamkeeper Eike Immel und hatte die schwierige Aufgabe, Thomas Mandl und Joey Didulica beim Training unter einen Hut zu bringen. Zwei wie Hund und Katz', die beiden Keeper waren sich von Anfang an nicht Fisch und Fleisch. Tormanntrainer Franz Gruber fand den goldenen Mittelweg, kam mit beiden sehr gut aus. Das ist das Los eines Goalkeeper-Coach. "Man trainiert mit zwei Mann auf höchstem Niveau, aber nur einer kann spielen. Damit muss man fertig werden." Wie er mit der Situation umgeht, schildert er www.fk-austria.at. Franz, kennst du das Sprichwort "Der Tormann und der Linksaußen, da sind ganz eigene Menschen"? Natürlich, aber mittlerweile hat sich einiges geändert, weil Torhüter heute oft um einiges intelligenter sind als so mancher Feldspieler. Was unterscheidet den Tormann von einem Feldspieler? Der Torwart ist ein Einzelsportler in einem Team, der auch ein anderes Training braucht als der Feldspieler. Selbst die Belastung in einem Spiel unterscheidet sich gravierend. Ein Tormann hat eine viel höhere Konzentrationsanforderung, oft bekommt er 90 Minuten keinen Ball, dann kommt einem einmal ein Schuß aus und er muss da sein. Das ist wie ein Härtetest. Joey Didulica gilt derzeit als bester Tormann der Liga. Ist er auch der Beste, den du jemals trainiert hast? Unser Team ist mit Didulica, Safar, den Amateur- und Akademie-Keepern generell auf einem hohen Niveau. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, aber jeder hat seine individuelle Klasse. Joey ist ein sehr charismatischer Typ mit vielen Ecken und Kanten, ein Leader. Als Tormann muss man auch ein bisschen verrückt sein. Von seinen sportlichen Qualitäten her ist es eine Freude, mit ihm zusammenzuarbeiten. Dabei hat er es bei seiner Verpflichtung sehr schwer gehabt... Er hat damals nicht genau gewußt, welche Situation auf ihn im Klub zukommen wird und war im ersten Moment etwas überrascht. Mit der Zeit hat er sich aber sehr gut aus der Affäre gezogen, seine Klasse und Qualität war dennoch von Anfang an nicht zu übersehen. Auch die Nummer 1b, Szabolcs Safar, hat zurzeit das Los der ewigen Ersatzbank... Safi hat bei seiner Verpflichtung gewußt, was ihn erwartet. Für ihn ist es eine ganz andere Situation, da er nach seinem unglücklichen Intermezzo bei Spartak Moskau hier wieder eine Basis für einen Neuanfang gefunden hat. Außerdem hat er im Cup und im UEFA-Cup sowie den ersten Meisterschaftsrunden unter Beweis gestellt, dass er ein großartiger Rückhalt sein kann. Auf ihn ist jederzeit zu hundert Prozent Verlaß, er wäre auch ein würdiger Einser. Viele Klubs würden sich so einen wie ihn wünschen. Gewissenfrage: Wenn Österreich gegen Kroatien mit Didulica im Tor spielt, wem drückst du die Daumen? Für mich ist es eine Ehre, wenn einer meiner Keeper für sein Land spielen kann und es macht mich stolz, wenn er gute Leistungen bringt. Für mich wäre es ein Traum, wenn ich im Sommer vor dem TV sitze und ich sehe Joey bei der WM in Deutschland spielen. Wäre er eine würdige Nummer 1 für Kroatien? Auch wenn Pletikosa und Butina bislang immer den Vorzug erhalten haben, kann der Teamchef an ihm nicht vorbeischauen. Spielt er ein gutes Frühjahr bei uns und in den Testspielen der Kroaten, dann könnte er bei der WM in der Startelf ein Thema sein. Ich wünsche es ihm jedenfalls.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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