24.07.2006, 00:00 Uhr

EINE TEUFLISCHE PARTIE MIT EINER LACHENDEN AUSTRIA-FAMILIE - SO...

Eine teuflische Partie mit einer lachenden Austria-Familie - so...

Eine teuflische Partie mit einer lachenden Austria-Familie - so könnte man das Achtelfinale des Stiegl Cups gegen den FC Superfund beschreiben. In Führung gegangen, verdient den Ausgleich kassiert und nach einer starken Verlängerung auch zurecht das Elfmeterschießen gewonnen. Es war kein Leckerbissen, aber geil, denn nachdem Hannes Aigner den entscheidenden Penalty verwertet hatte, standen die Fans im Stadion Kopf. Manager Markus Kraetschmer pflegt vor solchen entscheidenden Partien immer zu sagen: "Gewinnen und Mund abputzen." Seinem Motto konnte er nach diesem Spiel auch nachkommen.   > Obwohl besonders ein Mann zurzeit einen Platz an der Sonne hat - Wolfgang Mair. Der wieselflinke Stürmer ist der Mann für die wichtigen Tore. Beim Spiel in Warschau gegen Legia besorgte er den so wichtigen Auswärtstreffer fürs 1:1, am Samstag traf er beim 2:0 im Doppelpack gegen den RSC Altach und jetzt hat er auch im Cup aufgezeigt. Wieder einmal nach Vorlage von Roman Wallner, der seinem Sturmpartner damit schon den dritten Treffer in Folge maßgerecht servierte. Ein perfektes Paar, leider blieb es an diesem Abend die einzig schöne Aktion. > Obwohl es ansonsten eine Zitterpartie war, in der beide Mannschaften nicht technisch glänzten und Austria zu keinen tollen Torszenen kam. Dafür drückte Pasching an, kam nach einem schnellen Konter durch Sariyar auch zum (fast logischen) Ausgleich – Verlängerung, da es nach 90 Minuten 1:1 stand. Die Veilchen waren in dieser Pahse stehend k.o., bekamen in der Verlängerung aber scheinbar die zweite Luft.   Roman Wallner traf in der 116. Minute sogar die Latte.  Dann das Elferschießen, in dem wir unsere Nerven wieder voll im Griff hatten.  Vor allem Teufelskerl Szabolcs Safar, der auf der Linie eine Macht ist, bei allen Schützen den Ball berührte, jenen von Baur sogar gehalten hat. Das war der Sieg!  Ein großer Wermutstropfen bleibt trotz aller Freude über den Aufstieg und die intakte Chance auf die Titelverteidigung: Fernando Troyansky und Mario Tokic mussten mit Muskelverletzungen ausgetauscht werden, beide sind für das Samstag-Heimspiel gegen den GAK aller Voraussicht nach kein Thema. Möglicherweise auch länger, das wären nach Schicker, Schiemer, Pichlmann und Radomski die nächsten Langzeitausfälle… Das Viertelfinale wird erst im Frühjahr ausgetragen (13. März), das Datum der Auslosung ist Anfang Dezember. Trainer Georg Zellhofer: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, Pasching wirkte spritziger. Dennoch sind wir glücklich in Führung gegangen, mit der Zeit sind wir aber immer mehr abgefallen, waren körperlich völlig k.o. Man muss aber auch Verständnis dafür haben, denn es war unser letztes Aufgebot und da sind nicht alle topfit. Ein großes Lob muss ich Blanchard machen, der die Mannschaft in der Verlängerung unglaublich angetrieben hat und auch Florian Metz hat sehr gut gespielt. Im Elferschießen hatten wir das Glück, aber der Sieg ist mit den Verletzungen von Tokic und Troyansky teuer bezahlt worden." FK Austria MAGNA: Safar; Ertl, Tokic (52., Netzer), Hill, Troyansky (17., Schragner); Metz, Blanchard, Kiesenebner (106., Aigner); Mair, Wallner, Lasnik. FC Superfund: Schicklgruber; Bubenik, Baur, Chaile, Ortlechner; Riedl, Kovacevic, Sariyar, Hauser (55., Ciquinho), Karatay (55., Gilewicz); Krajic. Gelb: Kiesenebner, Netzer, Schragner; Kovacevic, Hauser, Chaile. Tore: Mair (43.); Sariyar (78.). Im Elferschießen: Pasching begann mit Gilewicz 1:0; Lasnik 1:1; Ciquinho 2:1; Wallner 2:2; Chaile daneben; Mair 2:3; Baur – Safar hält; Aigner 2:4. SR: Krassnitzer; 1.335 Besucher.