27.05.2006, 00:00 Uhr

EIN SCHWERES HALBES JAHR LIEGT HINTER IHM, EIN VIELLEICHT NOCH SCHWERERES...

Ein schweres halbes Jahr liegt hinter ihm, ein vielleicht noch schwereres...

Ein schweres halbes Jahr liegt hinter ihm, ein vielleicht noch schwereres vor ihm. Roman Wallner hat beim FK Austria MAGNA einen absoluten Leistungsvertrag akzeptiert und bis Sommer unterschrieben. "Das ist ein Zeichen, dass ich es unbedingt allen zeigen will. Wenn man in so einer Situation so eine Chance bekommt, sollte man nicht eine Sekunde zögern. Es ist eine Riesenchance." Mit 23 hat man eben auch noch Träume. Roman Wallner möchte sich einen davon erfüllen und die Möglichkeit nützen, die ihm jetzt bei der Austria geboten wird. "Wenn man vom Tabellenletzten und dort von den Amateren zum Tabellenführer kommt, ist das schon eine Auszeichnung und Ehre. Ich habe Peter Stöger und Frenkie Schinkels sehr viel zu verdanken, denn sie stehen in schweren Zeiten zu mir und wollen mir helfen. Das weiß ich sehr zu schätzen." In der Tat. Wallner hat in den letzten eineinhalb Jahren so ziemlich nur die Hölle durchlebt, den Himmel hat er weder bei Hannover 96 noch bei der Admira gesehen. "Ich habe gemerkt, dass ich nicht sehr viele Freunde hatte, als es nicht gelaufen ist. Aber je weiter unten man war, umso mehr sollte man lernen und die Fehler nicht nochmals machen. Als Sportler hat man nur wenig Zeit, um sich weiterzuentwickeln, du musst schneller als alle anderen erwachsen werden", meint er angesprochen auf eine mögliche persönliche Wandlung, die er angesichts seines Bad-boy-Images auch notwendig hatte. "Ich war in meiner Karriere schon weit oben, bin aber auch schon ganz schön auf die Schnauze gefallen. Ich bin froh, dass ich das in meinem Alter schon hinter mir habe. Bei der Austria gibt es für mich jetzt die Chance, das unter Beweis zu stellen." Wohl überlegt wählt Roman Wallner seine Worte, formuliert druckreife Sätze, keineswegs gekünstelt, eher selbstbewußt und von sich voll überzeugt. So auch die nächste Antwort auf die Frage, ob er alles nochmals so machen würde, wenn der heute 23jährige nochmals 20 sein könnte? "Alles würde ich wieder so machen, ansonsten wäre das nicht ich. Ich stehe zu meinen Erfolgen und meinen Fehlern und habe daraus gelernt. Fehler machen gehört zum Erwachsenwerden." Lernen wird er auch müssen, dass das Horr-Stadion nun seine Heimstätte ist und er erst die Herzen der Austria-Fans erobern muss. Klar, er hat eine Rapid-Vergangenheit, aber die hatte auch Krzystof Ratajcyk und den hat man bis zum Ende heiß geliebt. Austria und Rapid passen seiner Meinung nach sogar sehr gut zusammen: "Einer lebt vom anderen, Austria wäre nichts ohne Rapid und umgekehrt. Ich will jedenfalls in dieHerzen der Fans. Es wird nur über harte Arbeit gehen und ich werde es ihnen jedesmal zeigen, dass ich mir den A... aufreißen werde. Ich kann keine Tore versprechen, aber ich werde kämpfen und laufen. Man soll nur akzeptieren, dass ich da bin. Jeder wird nicht begeistert sein, das ist logisch", urteilt er selbst und hat somit für Kritik sicher auch ein offenes Ohr. Bereits nach nur einem Training bei der Austria war ihm klar, dass er einen Quantensprung gemacht hat. "Das ist im Vergleich zur Admira eine andere Welt. Ich habe mich dort schon dem schlechten Niveau angepasst und bin auch immer mehr abgefallen." Jetzt arbeitet er wieder gezielt an seiner Fitness und weiß haargenau: "Ich darf nicht eine Sekunde locker lassen. Hier kann ich um die Meisterschaft spielen, komme vielleicht zu Europacup-Auftritten. Bei der Austria kann ich selber wieder zurück ins Rampenlicht kommen." Erstaunlich souverän und gelassen, der Junge, diese Coolness wünschen wir ihm auch auf dem Platz!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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