08.06.2006, 00:00 Uhr

EIGENTLICH HÄTTE ES FÜR IHN EIN VERSPÄTETER...

Eigentlich hätte es für ihn ein verspäteter...

Eigentlich hätte es für ihn ein verspäteter Silversterböller sein sollen, aber dazu ist es nicht gekommen. Ernst Dospel wollte am 5. Jänner das Training mit der Mannschaft wieder aufnehmen, konnte dies aber nur bedingt machen. Noch immer plagen ihn Schmerzen im Becken- und Hüftbereich, die ihn seit Ende Oktober an kein geregeltes Training mehr denken lassen. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.   Der "Non playing captain" erklärt seine momentane Verfassung: "Die Schmerzen sind noch immer an der Innenseite der Oberschenkel-Ansätze. Dort ist die Belastung noch immer nicht so, wie es sein sollte. Das Problem ist, dass die Außenseite noch nicht die Funktion übernimmt, die sie übernehmen sollte. Die Kraft und alles ist dort zwar schon aufgebaut, aber es haut eben noch nicht alles so hin."   Keine Frage, dass "Dospelinho" schon etwas verzweifelt ist. Sein letztes Meisterschaftsspiel war am 22. Oktober gegen Rapid, danach wurden die Probleme aufgrund seiner Verletzung so unerträglich, dass man sich dazu entschlossen hat, ihn bis zum Trainingsstart im Jänner komplett aus dem Training zu nehmen und die Sache ausheilen zu lassen. "Aber es war auch vorhersehbar, dass es länger dauern könnte", sagt er.   Gemeinsam mit Physiotherapeut Freddy Siemes arbeitet er dennoch zweimal täglich am Comeback. Statt mit der Mannschaft auf Schnee laufen zu gehen, trabt er in den langen Gängen des Horr-Stadions vor den Umkleidekabinen auf und ab, macht viel Gymnastik und schuftet in der Kraftkammer. Siemes über den möglichen Zeitpunkt seiner Rückkehr in das normale Training: "Unser aller Ziel ist, dass er am 30. Jänner in Marbella bei der Mannschaft dabei ist. Aber man darf nichts überstürzen, sonst könnte es auf Kosten des Heilungsprozesses gehen. Voreilige Handlungen könnten ihn um Wochen zurückwerfen, dieses Risiko wollen wir nicht eingehen."   Auch Dospel hofft auf ein baldiges Ende seiner Spezialeinheiten. "Die Situation ist für mich mehr als nervig. Manchmal mache ich ein paar Schritte in meiner Entwicklung vorwärts, im nächsten Moment kann es aber auch schon wieder rückwärts gehen." Von den Trainern jedenfalls bekommt er alle Zeit, die er benötigt um wieder ganz gesund zu werden. Coach Frenkie Schinkels ist sozusagen ein Leidensgenosse vom Abwehrrecken. Er hatte dieselbe Verletzung, die sich genau wie bei Dospel über Monate hinweg entwickelt hat und immer ärger geworden ist. "Ich war damals gerade bei der Austria. Gustl Starek war unser Trainer und er hat geglaubt, ich täusche nur etwas vor, weil niemand gewußt hat, was ich tatsächlich habe. Ich war damals sogar bei Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt, der konnte auch nichts finden. Ich kann mit dem Ernstl mitfühlen, es ist ein scheusliches Gefühl, wenn man so machtlos ist."   Die Leiden des jungen Ernst D. - sie verurteilen ihn derzeit noch zum Einzeltraining. Aber der Absdorfer ist keiner, der die Flinte so schnell ins Korn wirft!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
» zur Gesamttabelle