29.07.2006, 00:00 Uhr

DIE WIENER AUSTRIA WOLLTE AUCH HEUER WIEDER HOCH HINAUS, DERZEIT...

Die Wiener Austria wollte auch heuer wieder hoch hinaus, derzeit...

Die Wiener Austria wollte auch heuer wieder hoch hinaus, derzeit müssen wir uns aber mit kleineren Brötchen begnügen. Ganz kleinen. Vom angepeilten Platz unter den ersten Vier sind wir meilenweit entfernt. Beim Klub macht niemand einen Hehl daraus, dass dies viel zu wenig ist. Eine Eklärung dafür ist sicherlich auch die lange Verletztenliste. Seit vielen Wochen fehlen Thomas Pichlmann, Arek Radomski und Andi Schicker, am Samstag erwischte es Fränky Schiemer. Zu allem Überfluss pausiert nun auch noch Stepan Vachousek für zumindest zwei oder drei Tage, da er wegen einer Reizung im Kniegelenk eine starke Schwellung und Schmerzen hat. Die Gretchenfrage: Wann lichtet sich unser Lazarett? Am schlimmsten erwischte es Pichlmann und Schicker. Beide haben sich alle Bänder im Sprunggelenk gerissen, mussten operiert werden, fallen damit acht Wochen aus. Pichlmann passierte das schmerzhafte Missgeschick am 28. September beim Heimspiel gegen Legia Warschau, er hat bereits wieder einige Einheiten mit der Mannschaft absolviert, kommenden Montag soll er endgültig in den normalen Trainingsbetrieb integriert werden. Vielleicht kann er mit seiner Rückkehr unsere biedere Torbilanz etwas aufmöbeln. Schicker ist seit dem 22. Oktober out, er blieb in Salzburg auf dem Kunstrasen hängen. Wenn man nachrechnet, weiß man schnell, dass sich ein Comeback in der Herbstsaison nicht mehr ausgehen kann. Stattdessen schuftet er im Panvital-Studio in der Altmannsdorferstraße, arbeitet dort an der Stabilisation, macht Krafttraining für den Oberkörper und hält sich mit Einheiten auf dem Radergometer fit. Das Auswärtsspiel in Salzburg wurde auch Arek Radomski zum Verhängnis. Er verdrehte sich bei einem Zweikampf unglücklich das Knie, erlitt dabei einen Bändereinriß. Eben erst hat er wieder mit dem Lauftraining begonnen und schätzt, erst in drei Wochen wieder voll auf "Betriebstemperatur" zu sein. "Es tut mir selber am meisten weh, dass ich der Mannschaft jetzt  nicht helfen kann", seufzt der Pole, der gemeinsam mit Mario Tokic eines der besten Innenverteidger-Pärchen der Liga bildet. Weil mit Fränky Schiemer jetzt auch noch sein Ersatz ausfällt, kommt nun schon ein dritter Spieler auf diesem Posten zum Einsatz. Alternativen wären Delano Hill, Florian Metz oder vielleicht sogar Michi Madl von den Amateuren, der seit heute bei der Kampfmannschaft trainiert. Ebenso Michi Koller, dessen Position ist aber das rechte Mittelfeld. Radomski blickt zuversichtlich nach vorne: "In der Phase, in der wir jetzt stecken, war ich auch mit Heerenveen. Auf einmal kommt alles zusammen, gibt es Sperren und viele Verletzte. Dort mussten auch die Jungen ran und für die ist es natürlich schwierig. Aber ich bin überzeugt, dass wir da wieder rauskommen. Klar ist, dass wir unsere Heimspiele gewinnen sollten und auch auswärts müssen wir versuchen auf Sieg zu spielen. Jedenfalls dürfen wir nicht verlieren." Es ist eine ungewöhnliche Saison für den FK Austria MAGNA, wäre schön, wenn wir bald wieder in den Kreis der Alle-bis-auf-Salzburg-sind-in-Reichweite-Kandidaten gehören.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
» zur Gesamttabelle