12.11.2006, 00:00 Uhr

DIE ENTSCHEIDUNG FIEL GESTERN ABEND IM VERWALTUNGSRAT DER WIENER AUSTRIA....

Die Entscheidung fiel gestern Abend im Verwaltungsrat der Wiener Austria....

Die Entscheidung fiel gestern Abend im Verwaltungsrat der Wiener Austria. Dort wurde Wolfgang Katzian als Präsidentschafts-Kandidat vorgeschlagen, die Generalversammlung hat ihren Sanktus dazu erteilt. Ab sofort wird der seit 1993 als Austria-Mitglied bekannte Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten als Präsident des Klubs fungieren. Dabei will er nicht nur sein violettes Herz in die Waagschale werfen, sondern der gesamten violetten Seele wieder Leben einhauchen. www.fk-austria.at hat Wolfgang Katzian im Interview.   Herr Katzian, wir gratulieren und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem so prominenten Mann. Wolfgang Katzian: Danke schön. Ich freue mich auf diese sehr reizvolle Aufgabe und werde auch alles daran setzen, damit meine Amtsperiode eine erfolgreiche für den Verein wird. In der Vergangenheit ist nicht immer alles so gelaufen, wie man sich als Fan das vorgestellt hat. Das soll sich künftig ändern.   Sie sagen, "wie man sich das als Fan vorgestellt hat" - sie wissen also, wie die "Basis" denkt? Ich kann es mir sehr gut vorstellen, denn ich bin ein Anhänger der Austria solange ich denken kann.   Können Sie sich noch an Ihr erstes Austria-Spiel erinnern? Ja, ich war mit meinem Papa im Wiener Stadion, ich glaube, dass wir das Oster-Turnier besuchten. An das genaue Jahr kann ich mich nicht erinnern. Leider haben wir das Match verloren, ich bin mit einem hängenden Kopf zurück nach Stockerau gefahren. Für mich waren Spiele der Austria im Stadion immer ein ganz besonderes Erlebnis, denn ich komme aus einer Arbeiterfamilie, die lange keinen Fernseher hatte, für uns gab es nur das Radio und natürlich die Geschichten meines Papas. Er schilderte mir alles über die Zeiten eines Ocwirk, Stojaspal oder Aurednik. Und zwar so hingebungsvoll, dass ich auch unbedingt ein Anhänger der Austria werden wollte.   Violett hat also immer schon eine Faszination auf Sie ausgeübt? Ja, meine Kindheit hat mich in diese Richtung bereits sehr geprägt. Ich kann mich noch gut an die Schulzeit erinnern, als man auch in den Pausen im Hof die Rivalität zu den Rapid-Anhängern spüren konnte.   Würden Sie sich selber als ein "Kind der Westtribüne" bezeichnen? Ja, so kann man es getrost ausdrücken. Ich bin von Stockerau mit der Schnellbahn am Sonntag nach Wien gefahren, dann weiter mit der Straßenbahn ins Horr-Stadion und habe mir bei den Matineen die Hände wund geklatscht und meine violetten Vorbilder lautstark angefeuert. Mit allen Utensilien, die man so braucht: Fahne, Trompete etc. Darüber hinaus war ich auch Mitglieder beim AWAK-Anhängerklub und erinnere mich noch gut an diverse Abende im Klublokal und Tischfußball-Turniere. Mit meiner beruflichen Weiterentwicklung musste ich meine Fanaktivitäten leider immer mehr einschränken. Spiele habe ich aber immer wieder besucht und mitgezittert, habe mich gefreut und gelitten. Dafür konnte ich im Hintergrund da und dort einige Male der Austria helfen.