26.06.2006, 00:00 Uhr

DER WEG ZURÜCK WAR EIN BEINHARTER FÜR IHN. ABER ROMAN WALLNER...

Der Weg zurück war ein beinharter für ihn. Aber Roman Wallner...

Der Weg zurück war ein beinharter für ihn. Aber Roman Wallner hat ihn mit Riesenschritten und unnachahmlicher Ruhe beschritten. Im Eilzugstempo noch dazu. Der 24jährige ist derzeit in aller Munde. Weil er auf dem Rasen 90 Minuten verbissen und unermüdlich arbeitet und weil er abseits des Fußballplatzes ein Vorzeigeleben führt. Das war nicht immer so, aber er hat dazugelernt und will am Samstag ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub einen ersten Schritt in Richtung eines seiner Saisonziele machen. Er hat sich insgesamt 15 Tore vorgenommen, aber erst einmal getroffen. Gegen Rapid will er seine Bilanz aufbessern. Zwei Tore würde er sich wünschen, "aber für mich ist es nicht wichtig, wer die Tore schießt, sondern dass wir gewinnen. Bislang haben wir zwar immer wieder gut gespielt, unterm Strich stehen aber nur drei Punkte. Das ist zu wenig." Dass Wallner einer ist, der es tatsächlich für die Austria richten kann, hat er seit seinem Engagement im Jänner schon des öfteren bewiesen: Tor am 22. März im Cup-Achtelfinale gegen Tirol Tor am 29. Juli in der Meisterschaft gegen Salzburg "Ich bin mit meiner Ausbeute aber selber nocht nicht zufrieden. Ich verspreche allerdings, dass die Spiele kommen, wo die Tore ganz einfach passieren werden." Trainer Frenkie Schinkels sagt derzeit über ihn, dass er sein Einser-Stürmer ist. Fast wäre er allerdings vor acht Monaten in der totalen Versenkung verschwunden. Rückkehr aus Hannover, Wechsel zur Admira, dort Verbannung zu den Amateuren - keiner wollte ihn, nicht einmal sein Ex-Klub Rapid. Peter Stöger und Schinkels haben sofort zugeschlagen. Und ihn mittlerweile sogar wieder zum Teamstürmer gemacht, er wurde für das Länderspiel gegen Ungarn von Josef Hickersberger nominiert. "Ich bin sehr stolz auf ihn", sagt Schinkels, "aber er hat uns nichts zu verdanken, das hat er sich alles selber erarbeitet, wir haben ihm nur die Bühne dafür geboten." Wallner gibt das Kompliment postwendend zurück: "Der Trainer läßt mich in Ruhe und gibt mir alle Freiheiten, somit konnte ich mich optimal entwickeln." Konditionell ist er in prächtiger Verfassung, aber auch psychisch hat er den Bogen raus. Die Tiefschläge möchte er auch gar nicht missen, denn "da habe ich am meisten über mich selber gelernt." Und er hat begonnen nachzudenken, warum es nicht läuft, und hat sich mit sich selber auseinandergesetzt, Selbstverantwortung gelernt. "Aber er ist erst bei fünfzig Prozent seines Könnens", hebt Peter Stöger den mahnenden Finger. Klingt ja schon fast wie eine Drohung. Vor allem für Rapid... Karten-Vorverkauf Am Freitag noch bis 19 an der Kassa 13 beim Horr-Stadion oder bis 18:30 Uhr im GET VIOLETT-Fanshop in der Praterstrasse 59 (1020 Wien). Am Samstag im Fanshop von 9 bis 15 Uhr, beim Stadion ab 9 Uhr (Kassa 13).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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