14.06.2006, 00:00 Uhr

DER ERSTE TAG IM LAUFTRAININGSLAGER IN DER STEGERSBACH HATTE ES IN SICH....

Der erste Tag im Lauftrainingslager in der Stegersbach hatte es in sich....

Der erste Tag im Lauftrainingslager in der Stegersbach hatte es in sich. Eine Einheit in der Halle und eine Laufeinheit im tief verschneiten Gelände rund um das Golf & Thermenresort, wo die Mannschaft des FK Austria MAGNA seit gestern ihre Zelte aufgeschlagen hat, hat den Spielern einiges abverlangt. Mario Tokic hatte am Abend dennoch ein Lächeln im Gesicht. Wie immer eigentlich, der Kroate ist stets höflich und entgegenkommend. Aber nur neben dem Platz, wenn er das Trikot überstreift, kennt er kein Pardon. Dr. Jekyll & Mr. Hyde... Nicht einmal mit seinen Freunden. Und das waren die Spieler des GAK zum Zeitpunkt seines Debüts für Austria sicher noch, immerhin wurde er erst vier Tage vor seinem violetten Erstauftritt von den Grazern verpflichtet, die Wiener waren ihm somit sicher um einiges mehr fremd. Die Geschichte ist bekannt. Tokic besorgte den 3:2-Siegestreffer kurz vor Abpfiff - ein Einstand nach Maß. "Es war perfekt", erinnert er sich noch gerne an den 20. Juli 2005. "Ich war sehr froh, dass alles so gut funktioniert hat. Vor allem vor eigenem Publikum, das hat mir gleich einen Bonus eingebracht." Die beiden Klubs sind aus seiner Sicht übrigens nicht vergleichbar. "Ich bin vor viereinhalb Jahren von Dynamo Zagreb zum GAK gekommen und wollte nach zwei Wochen schon wieder weg. Bei Austria habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt, in Graz hat zunächst nix funktioniert und ich war es von Dynamo gewohnt, dass alles perfekt organisiert ist. Dynamo ist Kult, der GAK war nichts, aber wir haben sehr bald Erfolg gehabt, haben in meinem ersten Jahr Cup und Supercup gewonnen, waren im dritten Jahr Meister. Der GAK 2001 und 2005 ist ein großer Unterschied." Für Tokic liegt es aber dennoch auf der Hand, dass die roten Teufeln "noch immer kein großer Klub sind, sonst wären sie nicht in so eine Situation wie jetzt gekommen. Für mich war Schachners Abgang eine große Überraschung, ich hätte nie gedacht, dass sich die Wege auf diese Weise trennen." Mit seinen 30 Jahren ist er im besten Fußball-Alter und auch im besten Lehr-Alter. Anfänglich, gibt er zu, fehlte untereinander die Harmonie, in vielen Gesprächen mit seinen Vorder- und Nebenleuten hat er es aber geschafft, seine Philosophie auf das Team zu übertragen. "Jeder muss wissen, was der andere in der Situation macht, die Abstimmung ist das Um und Auf und das haben wir jetzt schon sehr gut hinbekommen." Die wenigsten Gegentore alle Bundesliga-Klubs beweisen das eindrucksvoll. Woran er selber noch arbeitet, ist das Nationalteam. Er genießt höchstes Ansehen in Österreich, ist einer unserer Leistungsträger. In Kroatiens Team hat er aber einen scheinbar übermächtiger Gegenspieler vor sich. "Mein Pech ist, dass auf meiner Position Robert Kovac einer der drei oder vier besten Verteidiger Europas steht. In Kroatien spielt oft ein Spieler auf einer Position, weil er bei einem besseren Klub spielt." Kovac hat mit seinen Jahren beim FC Bayern und seinem jetzigen Verein Juventus da natürlich einen Vorteil. Umso erstaunlicher ist, dass es Tokic trotz solcher Vorgaben bereits auf 22 Länderspiele gebracht hat. Ende Jänner wird er wohl weitere Male den kroatischen Dress tragen, denn da nehmen Didulica & Co. bei einem Turnier in Hong Kong teil. Angesprochen auf seine Ziele, die er als Fußball-Profi noch verfolgt, antwortet er rasch: "Meister mit Austria." Nachsatz: "Und ein Stammplatz bei der WM 2006. Austria hat aber oberste Priorität, den dort gibt man mir viel, wovon ich an alle auch etwas zurückgeben möchte. Für mein Land spiele ich dagegen aus Leidenschaft.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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