02.07.2006, 00:00 Uhr

DASS WIR DAS SIEGEN NICHT VERLERNT HABEN, SOLL EINE DER TOPMANNSCHAFTEN...

Dass wir das Siegen nicht verlernt haben, soll eine der Topmannschaften...

Dass wir das Siegen nicht verlernt haben, soll eine der Topmannschaften Europas am Dienstag zu spüren bekommen. Dann geht es im Wiener Happel-Stadion gegen Benfica Lissabon (20:45 Uhr), zwischen 20.000 und 25.000 Fans werden uns aller Voraussicht nach die Daumen drücken. Nach dem 1:1 vom Samstag gegen FC Wacker Tirol herrscht jedenfalls keine Katerstimmung, auch wenn es das vierte Pflichtspiel in Serie ohne Dreipunkter war. „Wir haben nur auf das Tore schießen vergessen, sonst war ich zufrieden“, analysierte Trainer Frenkie Schinkels. Freilich nur bedingt zufrieden, denn die gelb-rote Karte von Sasa Papac war natürlich der Hauptgrund, warum wir an diesem Wochenende nicht den ersten Sieg einfahren konnten. Davor haben wir das Geschehen dominiert, haben uns präsentiert, wie es sich normalerweise für das Kräftemessen von David und Goliath gehört. Nun lautet das Ziel eben, Defizite erkennen und beheben, bei der Umsetzung waren wir bislang noch etwas schlampig. „Die erste Hälfte war sehr gut, dann haben wir uns mit dieser Ampelkarte das Leben selber schwer gemacht.“ Für die künftigen Partien ist klar, dass „wir noch konzentrierter, mit mehr Selbstdisziplin und auch nicht so verschwenderisch mit unseren Chancen auftreten dürfen.“ Der vierte sieglose Auftritt hat den Druck auf die Austria weiter verstärkt, aber mit hohen Zielen kann man viel erreichen. Das zählt für das tägliche Brot in der Meisterschaft, kurzfristig aber vor allem für das Champions-League-Qualifikationsspiel. Kein Zweifel, dass die Portugiesen um eine bis eineinhalb Klassen stärker als die Tiroler sind, Schinkels hat deswegen aber noch lange kein Bauchweh. „Nach der Leistung gegen die Innsbrucker sind meine  Falten zumindest nicht tiefer geworden. Ich bin beruhigt und weiß, dass wir uns nur selber schlagen können. Gegen Benfica wird es sicherlich Schwerstarbeit, aber wenn jeder über sich hinaus wächst, dann haben wir auch gegen so eine Klassemannschaft eine Chance.“  Ob allerdings in der verbleibenden Zeit die für das Siegen so wichtige Treffsicherheit zurückkehrt, kann niemand beantworten. Die Mannschaft befindet sich noch immer im Umbruch, Stepan Vachousek hat noch nicht seine Höchstform, Nastja Ceh, im Vorjahr der Topvorbereiter der Liga, möchte einmal den Klub wechseln, dann ist er wieder verletzt – wir suchen noch unsere Bestform, aber wenn jeder Verantwortung übernimmt, dann können wir auch unseren Ansprüchen wieder gerecht werden. Und dem Goliath ein Bein stellen…

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 19 44
2. FC Red Bull Salzburg 19 42
3. SK Rapid Wien 19 31
4. FC Flyeralarm Admira 19 28
5. LASK 19 26
6. CASHPOINT SCR Altach 19 25
7. FK Austria Wien 19 23
8. SV Mattersburg 19 18
9. RZ Pellets WAC 19 16
10. SKN St. Pölten 19 7
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