31.12.2006, 00:00 Uhr

AUCH IM URLAUB MUSS HART GEARBEITET WERDEN. DAS TRIFFT ZWAR NICHT AUF ALLE...

Auch im Urlaub muss hart gearbeitet werden. Das trifft zwar nicht auf alle...

Auch im Urlaub muss hart gearbeitet werden. Das trifft zwar nicht auf alle Spieler der Wiener Austria zu, aber in jedem Fall auf die Verletzten. Arek Radomski und Thomas Pichlmann wollen keinen Tag unnötig verstreichen lassen, beide befinden sich nach ihren Operationen schon wieder in der Vorbereitung auf das Comeback. Besonders Radomski wird dafür aber noch jede Menge Geduld aufbringen müssen. Der Pole erlitt nach einem Foul von Didi Kühbauer im Cupfinale einen Kreuzbandriß (Bild rechts), konsultierte daraufhin mehrere Ärzte und ließ sich schlußendlich vom Mann seines Vertrauens vergangene Woche in Deutschland operieren. Nun hat er zumindest sechs Monate Aufbautraining vor sich, die ersten Schritte zurück ins Kickerleben hat er aber schon wieder gemacht. Masseur Christoph Ogris, der sich auch erst im April einer Kreuzband-Operation unterziehen musste, arbeitete in den letzten Tagen bereits zweimal mit Radomski, machte ihm Lymphdrainagen-Behandlungen und sanfte Massagen. "Rado" muss noch einige Wochen mit Krücken gehen, wird aber schon bald Einheiten ohne Widerstand auf dem Radergometer runterspulen und bis zum Trainingsstart der Mannschaft am 11. Juni auch Oberkörper kräftigendes Training und Mobilitätsübungen machen. Viel schneller fit wird Thomas Pichlmann sein. Der einzig echte Wiener der Mannschaft ließ sich in seinem bereits operiereten Sprunggelenk (Bänderriß beim UEFA-Cup-Heimspiel gegen Legia Warschau) einen knöchernen Vorsprung wegfräsen. "Der hat mich extrem in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt", schildert er. Um bereits beim Trainingsstart dabei sein zu können, legte er sich schon ein paar Tage vor Meisterschaftsende unters Messer, denn jeder Augenblick zählt beim Heilungsprozess. Seither arbeitet der 26jährige wie ein Besessener. Montag, Mittwoch und Freitag ist er zweimal täglich im PanVital-Fitness-Studio, Dienstag und Donnerstag einmal. "Unser Plan ist, dass ich am 11. Juni wieder das komplette Lauftraining mitmachen kann und dann fließend in den normalen Trainingsbetrieb einsteige. Ich werde also nichts von der Vorbereitung verpassen." Pichlmann hat sogar die geplanten Urlaube storniert, er wäre mit seiner Familie zur Entspannung in eine Therme und nach Disney World gefahren. Man kann eben nicht alles haben. Und auch einer unserer Neuzugänge brennt offensichtlich schon auf seine ersten Einheiten im violetten Trainingstrikot. Denn auch Mario Majstorovic besucht regelmäßig das Pan-Vital-Studio in der Altmannsdorfer Straße. Der in Wien aufgewachsene Linksfuß kennt Mitbesitzer Michi Götz vom Nationalteam, wo Götz einige Jahre als Masseur arbeitete. Majstorovic vertraut auf die Betreuung im sportwissenschaftlichen Institut und bringt seinen Body für die Austria bereits in Schwung. Das nennt man Ehrgeiz.