06.11.2006, 00:00 Uhr

ALS KLEINER JUNGE TRÄUMT MAN DAVON, EINMAL IN DIE FUßSTAPFEN...

Als kleiner Junge träumt man davon, einmal in die Fußstapfen...

Als kleiner Junge träumt man davon, einmal in die Fußstapfen eines Jocelyn Blanchard und Co. zu treten. Tatsächlich schaffen es die wenigsten, diesen Traum zu verwirklichen. Wir stellen also die Frage: Wie wird man Fußballprofi? Wir haben jemanden gefragt, der es wissen muss: Ralf Muhr. Der 37jährige arbeitet seit 1994 bei der Austria im Jugendbereich, ist seit fünf Jahren Nachwuchsleiter der Frank-Stronach-Akademie in Hollabrunn. Selber trainiert er gemeinsam mit Ex-Veilchen Alfred Drabits die U19 der FSA und ist seit dem Jahr 2000 im Besitz der UEFA-Pro-Lizenz, hat damit die höchste Ausbildungsstufe, die es in Europa gibt. Er könnte sogar den FC Chelsea oder Real Madrid. Also, Ralf, wie wird man Fußballprofi, du müßtest es doch wissen? Neben einer Basisausbildung im technischen und taktischen Bereich benötigt man vor allem den Willen, dass man seinem großen Traum alles unterordnet. Ich muss meine Freizeit und mein gesamtes Leben darauf ausrichten. Und man muss darauf vorbereitet sein, dass es Kritik, Niederlagen und Rückschläge geben wird. Man darf sich nicht nur auf das Talent verlassen, muss zielstrebig an seinen Schwächen arbeiten. Und man sollte auf seine Trainer hören, die sind in unserer Akademie sehr gut ausgebildet und schulen dich auf allen Gebieten. Hat der Trainer eine Schlüsselposition? Ja, er ist ganz wichtig. Selbstmotivation ist die Grundvoraussetzung, aber dann kommt schon der Trainer. Er muss gerecht sein und jedem Spieler korrekt sagen, wo er tatsächlich steht, darf nicht herumeieren, sonst verbessert sich keiner. Wenn die Eigenmotivation stimmt und die Zielsetzung von Spieler und Trainer zusammenpasst, dann ist man auf einem guten Weg. Wenn immer nur der Trainer antauchen muss, geht es nicht. Okay, ich will jetzt Profi werden. Laufe ich da nicht in Gefahr, dass die Schule vernachlässigt wird? Bestimmt nicht, denn in der FSA ist es ja der Auftrag, dass man auch eine fundierte schulische Ausbildung bekommt. Auf die Schnelle fallen mir Beispiele wie Florian Metz, Andi Schicker oder Christian Ramsebner ein - die haben beides mühelos unter einen Hut gebracht. Die Schule ist nie das Problem, wenn die Einstellung passt. Ich habe erst kürzlich gehört, dass einer unserer Abgänger Mathematik studieren möchte, ein anderer Medizin. Bei uns bekommt man die Grundkenntnisse für alles. Bremst umgekehrt die schulische Ausbildung die Entwicklung der Spieler? Nein, ganz sicher nicht, wenn die Arbeitshaltung passt, dann kann ich alles unter einen Hut bringen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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