22.05.2006, 00:00 Uhr

ALS EINE AUßERGEWÖHNLICHE KONSTELLATION BESCHREIBT FRANZ GRUBER...

Als eine außergewöhnliche Konstellation beschreibt Franz Gruber...

Als eine außergewöhnliche Konstellation beschreibt Franz Gruber die Keeper-Situation bei den Violetten. Und der Austria-Tormanntrainer meint dies ohne Hintergedanken nur positiv. "Wir können uns sehr glücklich schätzen, Joey Didulica und Szabolcs Safar bei uns zu haben. So ein tolles Gespann ist selten, auch der Zusammenhalt ist bei zwei so großartigen Torhütern nahezu einzigartig", lobt er das Auftreten des Resvervekeepers. Der selten im Rampenlicht stehende Safar ist laut Gruber "ein wichtiger Charakter im Mannschaftsgefüge". Die interne Rangfolge zwischen den Posten akzeptiert der gebürtige Ungar ohne zu murren. "Natürlich will jeder immer spielen, das wollte ich schon nach meinem Wechsel zur Austria. Aber der Trainer stellt auf und das muss ich akzeptieren. Freilich bin ich nicht überglücklich damit." Das Duo ist nun seit dem Jahr 2004 gemeinsam bei der Austria, Safar wurde anstelle von Thomas Mandl verpflichtet. Von den internen Problemen seines Vorgängers mit Didulica hat er gehört. "Ich habe aber ein sehr korrektes Verhältnis zu Joey. Keiner ist auf den anderen böse, wenn er nicht spielt. Im Vordergrund steht immer die Mannschaft. Selbstverständlich will man keine Unruhe in das Team bringen. Es darf nie um eine Person gehen, sondern darum, dass wir als Einheit gut spielen", ist für Szabolcs Safar der gemeinsame Erfolg letztendlich das entscheidene Kriterium. Der Job von Safar, der es heuer aufgrund von Didulicas Sperre immerhin schon auf sieben Einsätze gebracht hat, ist alles andere als einfach. Immer wieder muss die Nummer 2 Kraft und Motivation aus sich selbst und dem täglichen Training tanken. "Ich warte auf meine Chance, muss mich immer topfit halten für den Moment, in dem ich die Möglichkeit bekomme, zu spielen. Damit ich, wenn ich reinkomme, meine Leistung bringe." Natürlich ist es trotz aller Professionalität auch nicht einfach, jedes Wochenende auf der Bank zu sitzen und sich das Spiel von draußen anzusehen. Safar gibt unumwunden zu: "Man jubelt zwar auch über einen Sieg nach der Partie, hat aber nicht das Gefühl, dass man etwas dafür geleistet hat." Gruber lobt seine 1b dennoch: "Ersatztormann ist eine der schwierigsten Positionen in einer Mannschaft. Safar kann man blind reinhauen, wenn Joey etwas passieren sollte." Derzeit spielt Didulica in Überform, Safar würde wohl nur durch eine Sperre oder Verletzung zum Einsatz in einem Bewerbsspiel kommen. "Aber genau das hoffe ich natürlich nicht und wünsche es Joey auch nicht", sagt Safar. "Das wäre zum einen sehr unfair und zum anderen auch keine Langzeitlösung. Sobald die Verletzung ausgeheilt oder die Sperre abgelaufen ist, würde er wieder spielen." Der grundsätzlich ruhige Safar hat erst im vergangene Frühjahr seinen Vertrag bis Sommer 2008 verlängert. "Auch ein bisschen in der Hoffnung, dass Joey den Klub verlassen wird. Aber ich kämpfe weiterhin um meinen Platz und fühle mich sehr wohl in Wien. Ich muss die sportliche Entscheidung akzeptieren und werde mich weiterhin voll in den Dienst der Mannschaft stellen." Ein fast perfektes Paar, die beiden...