17.08.2006, 00:00 Uhr

„WICHTIG IST, DASS JETZT JEDER EINZELNE SEIN EGO IM KOFFERRAUM...

„Wichtig ist, dass jetzt jeder einzelne sein Ego im Kofferraum...

„Wichtig ist, dass jetzt jeder einzelne sein Ego im Kofferraum lässt, sich selber zurückstellt, für die Mannschaft einsetzt und wir wieder gemeinsam Fußball spielen,“ fordert Neo-Coach Georg Zellhofer vor dem Match gegen Wacker Tirol am Samstag (ab 18:30 Uhr). Für Zellhofer ist das Team gefordert, den Fans zu zeigen, dass alle gewillt sind, sich für die Anhänger einsetzen: „Wir müssen hart arbeiten um etwas zurückgeben zu können, nur so werden wir wieder die volle Unterstützung von den Rängen zurückgewinnen.“ In den Trainingseinheiten der vergangenen Tage hatten Jocelyn Blanchard und Co bereits etwas Zeit, sich auf neue Methoden und Ideen einzustellen. Für den frischgebackenen Austria-Trainer ist es aber verfrüht, sich sofort ins Erarbeiten neuer Systeme zu stürzen: „Vorweg möchte ich sagen, dass ich optimistisch in die kommenden Spiele gehe, weil ich genau gesehen habe, dass viel Qualität in der Mannschaft steckt. Ich habe nun in den Trainings versucht, die Fähigkeiten und Stärken der einzelnen Spieler genau herauszufiltern. Ich habe zwar schon einige taktische Ideen und Überlegungen angestellt, innerhalb weniger Tage ist es aber unmöglich, neue taktische Anweisungen einzuimpfen oder die Formation auf den Kopf zu stellen. Darum habe ich fürs Erste Überlegungen angestellt, mit welchem System die Mannschaft derzeit am besten umgehen kann und schon kurzfristig sicherer agiert.“ Der Rest der Entwicklung soll sich in der derzeitigen Phase von Spiel zu Spiel ergeben. Jedes Match bis zur Winterpause wird dabei zum Finalspiel ausgerufen. Mit ein paar frischen Kräften und einer intensiven Wintervorbereitung will Georg Zellhofer dann spätestens im Frühjahr voll durchgestartet sein. „Einflüsterer haben mich vor meinem Amtsantritt gewarnt, es würden mit Wacker, den Europacup-Spielen, anschließend Derby und dem Duell mit Ried nur schwierige Partien anstehen, wo man auch auf einmal mit 6 Punkten Rückstand dastehen könnte. Die Situation ist tatsächlich nicht einfach. Gerade wenn es nicht läuft, bekommt man auch die unglücklichen Tore, wie man beim Heimspiel gegen Pasching gesehen hat. Aber gemeinsam mit der Mannschaft will ich mich dieser Herausforderung stellen und wir werden in den kommenden Wochen auch besser abschneiden als es manche prophezeien würden.“ Vom Medienrummel um seine Person völlig unbeeindruckt („Ich habe in den vergangenen Tagen überhaupt keine Zeitung gelesen, die vielen Geschichten über mein Engagement und die Austria habe ich zur Seite geschoben und mich voll auf die sportlichen Aufgaben konzentriert.“) geht Georg Zellhofer betont kämpferisch ins morgige Spiel: „Nur das Leiberl spazieren zu tragen und zu sagen, schaut her, ich spiele für die Austria, ist entschieden zuwenig! Jeder hat bei einer Top-Adresse wie der Wiener Austria eine großartige Plattform sich zu präsentieren und zu zeigen, warum er ausgewählt wurde, hier zu spielen. Dieser Aufgabe müssen wir schon gegen Tirol wieder gerecht werden!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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