20.05.2006, 00:00 Uhr

„TOMMY, DIE HÜRDEN!“, RUFT TRAINER FRENKIE SCHINKELS. AM...

„Tommy, die Hürden!“, ruft Trainer Frenkie Schinkels. Am...

„Tommy, die Hürden!“, ruft Trainer Frenkie Schinkels. Am Spielfeldrand des Trainingsgeländes in Marbella bückt sich Co-Trainer Thomas Janeschitz und bringt die bunten Plastikhürden auf dem Platz in Position. Hürdenaufsteller? Janeschitz muss lachen, wenn man ihn so bezeichnet. „Selbstverständlich stelle ich auch Hürden auf. Warum auch nicht?“, sagt er gegenüber www.fk-austria.at. Ebenso selbstverständlich ist aber, dass das Tätigkeitsfeld des 39jährigen bei weitem größer ist. „Im Gegensatz zu früher hat sich da heute einiges verändert“, beginnt er zu erzählen. Am sichtbarsten ist Janeschitz' Arbeit im Training. Dort sagt der Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz die Übungen an, überwacht die korrekte Ausführung und baut Trainingsstationen auf – Hürdenaufstellen ist eben auch dabei. Abseits des Rasens übernimmt er zudem Aufgaben wie die Trainingsplanung, die Gegneranalyse, Gespräche mit Spielern, Aufstellung, Taktik etc. "Anders wäre es heutzutage gar nicht machbar, einer allein kann sich bei einem 30-Mann-Kader nicht mehr auf alles konzentrieren. Bei uns funktioniert das im Team sehr gut“, sagt der Assistenz-Coach und streicht auch den Rest des Trainerteams heraus. "Egal ob Tormanntrainer Franz Gruber, Konditrianer Gerharad Zallinger oder ich - wir bereiten alles im Team auf und übergeben unsere gesammelten Infos dann Frenkie Schinkels und Peter Stöger." Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit ist auch der ständige Gedankenaustausch mit Schinkels & Co. „Wir sehen gemeinsam alle Trainingseinheiten, alle Spiele und überhaupt alles, was die Spieler machen“, erklärt der Ex-Profi der von seinem 6. bis 15. Lebensjahr bei der Austria in der Jugend kickte und nochmals von 1997 bis 1999 im Horr-Stadion auflief. Wie wichtig diese Gespräche für das Trainerteam sind, weiß Janeschitz aus eigener Erfahrung. Mehrere Jahre hat er selbst als Cheftrainer bei der U19 der Stronach-Akademie gearbeitet, wurde dort zweimal Meister und einmal Zweiter mit der U17. „Da war ich immer froh, wenn ich mit jemandem, der genauso viel mit der Mannschaft zusammen war wie ich, über meine Eindrücke reden konnte. Ich habe meine Co-Trainer auch immer in die Trainingsarbeit eingebaut und ihnen Verantwortung übergeben. Das ist auch ein wichtiges Zeichen für die Mannschaft, wenn man Vertrauen ausstrahlen kann.“ Das Angebot von Sportdirektor Peter Stöger, der ihn im Sommer aus der Akdemie holte, nahm er sofort an: "So eine Chance bekommt man nicht oft. Ich wollte immer schon im Spitzenbereich arbeiten, das ist mir mit der Akademie in Hollabrunn gelungen. Die ist im europäischen Nachwuchs top. Ebenso die Kampfmannschaft, die auf einem sehr hohen Niveau angesiedelt ist." Probleme damit, im Schatten des Trainers oder Spotdirektors zu stehen, hat Tommy nicht. „Bei uns wird die Arbeit sehr geschätzt, das wird auch immer wieder positiv herausgestrichen. Ich habe null Probleme damit im Hintergrund zu stehen, das belastet mich gar nicht. Irgendwann ist es natürlich mein Ziel eine Kampfmannschaft zu führen, aber das wird jeder haben, der die Trainerausbildung gemacht hat."