17.05.2005, 00:00 Uhr

STÖGER ÜBER FCK: GROßE QUALITÄT, WIR GEWINNEN DENNOCH

Stöger über FCK: Große Qualität, wir gewinnen dennoch

Mit der neuen Tabellenkonstellation verschieben sich auch die Saisonziele des FK Austria MAGNA. Rapid ist durch und Meister (Teammanager Peter STöger: "Wenn man drei Runden vor Schluß so weit vorne ist, muss man gratulieren"), die Violetten haben nun den Cupsieg und Platz 2 in der Bundesliga anivisiert. "Für uns ist der Pokal jetzt das Wichtigste. Jedem ist bewusst, dass er nun die Zähne zusammen beißen muss."Damit spielt Stöger auf die lange, lange Liste jener Spieler an, hinter deren Einsatz auch beim Cup-Halbfinale gegen den FC Kärnten (Mittwoch, 19:15 Uhr, Horr-Stadion) ein dickes Fragezeichen prangert. Michi Wagner war nach seiner Angina schon wieder drei Tage im Training, meldete sich heute morgen aber wieder krank. Wieder Entzündung im Halsbereich, wieder Antibiotika, wieder nix mit einem Comeback. Sigurd Rushfeldt, Markus Kiesenebner und Radoslaw Gilewicz werden erst heute nach dem Abschlußtraining entscheiden, ob sie zu hundert Prozent fit sind oder nicht. Stöger: "Wir haben zwar nicht mehr so viele Variationsmöglichkeiten, aber unser Material ist noch immer gut."Wie wurde das 1:1 gegen Pasching aufgearbeitet? Ein Teil hat frei bekommen (der erste freie Tage im Mai!), die Angeschlagenen trainierten auch am Pfingstmontag. Stöger ortete nach dem Remis unterm Strich eine positive Stimmung: "Jeder weiß, dass wir die Chancen auf den Sieg vergeben einige Sitzer nicht verwertet haben. Das macht mich im Grunde aber nicht unruhig, denn es gab genug Möglichkeiten. Wir haben die drei Punkte nicht gemacht, das müssen wir akzeptieren und uns neue Ziele setzen." Keeper Joey Didulica ärgerte sich über den kuriosen Ausgleich (der Ball versprang sich vor ihm, er schnibbelte über den Rückpass drüber, Glieder nützte seine Chance) wohl am meisten, parierte aber auch einen Ellmeter von Mayrleb. Er machte sich Vorwürfe, kritisierte den Platz ("Ein Amateurplatz"), saß lange nach dem Schlußpfiff mit traurigen Augen in der Kabine. Vom Team gab es nur aufmunternde Worte, man weiß, was man mit dem Kroaten für einen Klassegoalie hat. Gegen Kärnten wird dennoch Szabolcs Safar - wie immer im Cup - zum Einsatz kommen (Bild). "Das war so ausgemacht", erklärt Stöger, der den FCK als stärkstes Team der Red Zac-Liga bezeichnet: "Der Kader hat die meiste Routine und größte Qualität von allen Mannschaften. Von den Namen her könnten sie in der Bundesliga mitspielen. Wir werden dennoch gewinnen."