28.09.2005, 00:00 Uhr

SASA PAPAC: DER WEG ZURÜCK HAT BEGONNEN

Sasa Papac: Der Weg zurück hat begonnen

Er hatte Glück im Unglück und ist fast schon wieder ganz der Alte. Aber eben nur fast, denn Sasa Papac hat soeben sein zweites Leben begonnen. Nach dem Horror-Autocrash am 11. September musste er viel durchmachen. Angesichts dessen, was nach dem Frontalzusammenprall sein hätte können, nimmt er die Situation auch sehr gelassen und sieht der Zukunft optimistisch entgegen: "Ich bin stark im Kopf, alles andere würde mir auch nicht weiter helfen." Vor zwei Wochen wurde er im Wiener AKH am Kopf fünfeinhalb Stunden operiert, lag zwei Tage auf der Intensivstation, bekam Platten am Schädel eingesetzt, hat das Oberkiefer, das Nasen- und Jochbein gebrochen gehabt. Es ist unglaublich, aber der Bosnier hat sein Lachen und seinen Lebenswillen längst wieder gefunden. Beim Admira-Heimspiel am vergangenen Mittwoch war er erstmals wieder im Stadion, also nur knapp 9 Tage nach der OP. Mit Klubarzt Dr. Alex Kmen ist er dabei seine weitere Therapie und Behandlung durchgegangen und siehe da, gestern schlüpfte er bereits wieder in seine Trainingssachen, saß auf dem Ergometer und spulte in der Kraftkammer seine Übungen herunter. Zwar ist sein Gesicht noch immer sehr geschwollen, ist eine Auge noch blutunterlaufen, sind die Haare nach dem Eingriff auf eine Stoppelglatze geschoren, aber ansonsten ist Sasa wieder wie eh und je, vergessen sind die fürchterlichen Schmerzen vor und nach der Operation. Er scherzt, läuft wie immer im Stechschritt durch die Geschäftsstelle UND fährt bereits wieder mit dem Auto. Gar keine Angst, Sasa, nachdem, was dir erst vor kurzem zugestoßen ist? "Nein, überhaupt keine. Ich kann mich an den Unfall nicht so richtig erinnern", schildert er. Der 25jährige war in Wien beim Südbahnhof bei der Unterführung beim Südtirolerplatz gerade durchgefahren, als ihm frontal auf seiner Seite von oben kommend ein anderer PKW abschoß. "Ich habe ihn nicht gesehen, weil ich aus der Senke nach oben gefahren bin und er über die Kuppel gekommen ist." Zum Glück war Papac angegurtet. "Mein Auto hat so einen nervigen Ton eingebaut, wenn man nicht angegurtet ist. Heute bin ich froh, dass es dieses Geräusch gibt, vielleicht würde ich sonst nicht mehr leben." Bis er wieder voll hergestellt ist, wird es noch acht bis zehn Wochen dauern, aber für die Zeit danach gibt es für ihn keinerlei Bedenken: "Ich werde wieder ganz normal in die Zweikämpfe und auf Kopfball-Duelle gehen. Auch von medizinischer Seite gibt es keine Einwände." Bereits jetzt fix: In einem Jahr muss er nochmals unters Messer, dann werden Korrekturen an der Nase vorgenommen. Aber bis dahin werden wir ihn hoffentlich schon unzählige Male im Austria-Trikot auf dem Rasen gesehen haben! Alles Gute, Sasa!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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