12.08.2005, 00:00 Uhr

POSITIVE BILANZ NACH ZILINA

Positive Bilanz nach Zilina

Nur wenige Stunden Schlaf sind Austria-Trainer Peter Stöger (Bild mit Filip Sebo) heute Nacht vergönnt gewesen, aber der 2:1-Sieg in Zilina entschädigt für so manche wache Stunde. Heute Vormittag gab er schon wieder bereitwillig Auskunft über seine Eindrücke vom UEFA-Cup-Fight und über unseren nächsten Meisterschafts-Gegner Sturm Graz (So., 19:30 Uhr, HORR). ?Ich bin mit dem Resultat in Zilina sehr zufrieden. Wir wollten auf Sieg spielen, ich denke, das konnte man im Spiel erkennen. Die Chancen waren da?, zeigt sich unser Erfolgstrainer mit dem Ergebnis zufrieden. Auch die für Europacup-Verhältnisse unüblich vielen Torchancen, geben allen Grund ein positives Resümee zu ziehen. Wobei bei den Toren auch ein wenig Glück dabei war: ?Dass sie in der Nachspielzeit passiert sind, war sicher nicht unglücklich, aber wir hatten auch vorher alle Chancen.?Das unglückliche 0:1, das nicht einmal aus einer echten Chance entstanden ist, hat Stöger bereits abgehakt. Er sieht aber noch viel Potential. ?In der Abwehr haben wir das Problem, dass nie alle Verteidiger gleichzeitig fit und an Bord waren. Wir suchen noch nach der idealen Variante.? Auch im Angriff. ?Wir hatten in Mattersburg 40 Minuten nur einen Stürmer, waren aber trotzdem die klar bessere Mannschaft. Es ist uns wichtig, möglichst viele Spieler für die Offensive zu haben. Beim derzeitigen System müssen die Außenverteidiger mit nach vorne gehen, über die Seite waren wir gestern so auch gefährlich, nur mit Rushfeldt als einziger nomineller Spitze.?Die Stürmerfrage drängt sich seit gestern natürlich besonders auf, da will sich Stöger auch hinsichtlich des Sturm-Spiels noch nicht in die Karten blicken lassen: ?Sigurd Rushfeldt ist unser robustester Stürmer, darum ist er auch erste Wahl, wenn wir mit nur einem echten Stürmer beginnen. Sollten wir mit zwei Spitzen ins Spiel gehen, kann ich mir auch Roland Linz und Filip Sebo als Duo vorstellen. Das werden wir aber noch besprechen, alle Varianten sind möglich.?Das Tor von Filip Sebo freut Peter Stöger besonders, aber auch der Umstand, dass sich viele Fans für ihn stark machen und ihn gegen Zilina in der zweiten Hälfte lautstark gefordert haben: ?Die Fans mögen ihn, das finde ich sehr positiv. Er hatte nur eine kurze Saisonpause, weil die slowakische Liga erst spät zu Ende gegangen ist. Filip ist aber schon sehr weit und wird noch besser.?Roland Linz ist aufgrund seines gestrigen Einsatzes in dieser Saison für keinen anderen Verein mehr international spielberechtigt. Diese Überlegung bereitet unserem Sportmanager aber kein Kopfzerbrechen: ?Das war uns bewusst und auch ein Thema. Wir haben gesagt, wenn es nicht nötig ist, werden wir ihn nicht bringen Die Situation hat es aber erfordert und ich war mit seiner Leistung sehr zufrieden. Die Mitspieler haben auch überhaupt kein Problem mit ihm. Würde sich Roland nicht in jedem Training voll reinhängen, uns nicht das Gefühl geben, er könnte uns helfen, würde er auch nicht zum Einsatz kommen.?Das Match gegen Sturm Graz will Stöger nutzen, um weiter sämtliche Serien über den Haufen zu werfen. Den GAK konnte man heuer daheim bereits bezwingen, Mattersburg auswärts ebenso. Leider ging das Derby verloren, dafür ist jetzt Sturm dran, die heuer noch nicht verloren haben: ?Wir wollen gewinnen, auch wenn das Team rund um Mujiri gut in die Saison gestartet ist. Petrovic hat eine ausgeglichene Mischung gefunden.?Wird am Sonntag rotiert? In Zilina spielte Kiesenebner statt Radomski, gut möglich, dass es auch gegen Sturm zu Veränderungen in der Start-Aufstellungen kommt. Wenngleich Stöger einwirft: ?Sicher versuche ich immer die Besten einzusetzen und wenn in den ersten fünf Runden immer dieselben spielen, wäre es theoretisch auch kein Problem. Was wir nicht machen werden, ist wahllos durchzuwechseln. Alternativen muss man spätestens nach zehn oder zwölf Runden haben, wenn es Gesperrte oder Verletzte gibt. Oder auch im Europacup. Da möchte ich nicht plötzlich fünf neue Spieler hineinwerfen müssen, die keine Spielpraxis haben und womöglich nicht in Form sind.? Spätestens dann wird es auch eine Chance für die jungen Kaderspieler geben. ?Ich kann natürlich nicht schon in den ersten vier Wochen alle ins kalte Wasser werfen, aber alle werden ihre Bewährungsprobe bekommen.?