15.01.2005, 00:00 Uhr

NICHT JEDES VEILCHEN LIEBT WASSER

Nicht jedes Veilchen liebt Wasser

Der Countdown für den hammerharten Saisonauftakt der Austria ist gemacht. Für die ersten Highlights des Frühjahrs, gegen Bilbao (16. oder 17. Februar) und den GAK (19. oder 20. Februar), absolvierte die Mannschaft von Mittwoch bis Samstag ein Trainingslager im steirischen Bad Radkersburg, wo vom Hotel, dem Essen, dem Service und der ganztägigen Betreuung alles perfekt passte. An das Team des ?Kurhotels im Park? an dieser Stelle ein großes Dankeschön, dem FAK wurde jeder Wunsch von den Lippen abgelesen, Mitarbeiter der Gemeinde Radkersburg haben für optimale Verhältnisse und Bedingungen abseits unserer wunderbaren Unterkunft gesorgt.Trainer Lars Söndergaard und sein Team haben in den vergangenen vier Tagen besonderen Wert auf die Grundlagen-Ausdauer gelegt (2 x täglich ging es mit den Laufschuhen quer durch das Gelände rund um den Thermenort), davor standen täglich mindestens 1 Stunde Gymnastik sowie diverse Power-Zirkel an der Tagesordnung. Heute, am letzten Tag, merkte man einem Großteil der Spieler schon die Belastungen an, das Stiegensteigen fiel nicht mehr jedem ganz so leicht, die Muskel ?zwickten? bereits.Für Entspannung sorgten immer wieder Massagen und Regeneration in der hoteleigenen Therme. Lustig, aber keineswegs boshaft gemeint: Nicht jedes Veilchen hat Wasser gern. Masseur Christian Hold machte gestern auf etwas unliebsame Weise Bekanntschaft mit dem Thermalbecken, denn auf dem Weg wieder zurück ins Hotelzimmer plauderte er locker mit Vladimir Janocko, der dem Mann mit den heilenden Händen einen kleinen Schubs gab, die Landung folgte im Wasser, der Rest der Austria hatte seinen Spaß. Nicht unbedingt der Leidtragende, aber nach einigen Minuten, nachdem der Ärger über ?Ocki? verraucht war, konnte auch unser Masseur schon wieder lachen. Nachdem er mit dem Bademantel im Wasser landete, zeichnete eine sehr feuchte Spur seinen weg zurück aufs Zimmer... Wie man sieht, ist die Stimmung trotz Schinderei bestens.Wasser ist auch nicht unbedingt das Metier von Rabiu Afolabi. Der Nigerianer kann nämlich nicht schwimmen, weil es in seiner Heimat ganz einfach nicht auf dem Schulstundenplan steht. Rabiu hängt immer ganz fest am Beckenrand, wagt sich keinen Millimeter vom ?rettenden Ufer? weg. Tosin Dosunmu kann es ein wenig, er lernte es, nachdem er Nigeria als relativ junger verlassen hat. ?Aber ich brauche Schwimmbecken auch nicht unbedingt?, lacht er. Übrigens konnte auch Eric Akoto nicht schwimmen.Lars Söndergaard war mit der Einstellung seiner Spieler während des Trainingslagers jedenfalls sehr zufrieden, alle haben top gearbeitet und voll mitgezogen. Jetzt geht es für eine Woche einmal zurück nach Wien, nächsten Sonntag dann schon wieder für zwölf Tage in das zweite Trainingslager nach Marbella. Dort steht dann nicht mehr die Kondition im Vordergrund der täglichen Arbeit, in Spanien wird es technisch-taktische Einheiten geben, die Feinabstimmung für den Auftakt im Frühjahr.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 19 44
2. FC Red Bull Salzburg 19 42
3. SK Rapid Wien 19 31
4. FC Flyeralarm Admira 19 28
5. LASK 19 26
6. CASHPOINT SCR Altach 19 25
7. FK Austria Wien 19 23
8. SV Mattersburg 19 18
9. RZ Pellets WAC 19 16
10. SKN St. Pölten 19 7
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