05.10.2005, 00:00 Uhr

MARKUS KRAETSCHMER IM AUSFÜHRLICHEN INTERVIEW ? TEIL II

Markus Kraetschmer im ausführlichen Interview ? Teil II

Die zahlreichen Teamspieler stimmen sich bei ihren nationalen Auswahlen auf die kommenden Länderspiele ein, die Verletzten arbeiten intensiv am Comeback und alle Anderen trainieren gemeinsam mit den "Amas". So wird bei den Violetten die derzeitige Pflichtspiel-Pause von jedem einzelnen ideal genützt. www.fk-austria.at hatte die Möglichkeit mit Manager Markus Kraetschmer ein längeres Interview zu führen. Im ersten Teil nimmt er zu den Entwicklungen in der laufenden Saison Stellung (http://www.fk-austria.at/tbl.action?story=9428&dir=9), im Zweiten verrät er alles über seinen Zugang zu den violetten Amateuren, Spielerbeobachter vom AC Milan und den Dauerbrenner Stadionbau.Teil II:Eine Teilnahme an der Champions-League kann schon in der kommenden Saison Zusatzeinnahmen bringen, die Besucherzahlen bei den Amateuren haben diese leider noch nicht gebracht?Wenn wir uns die Zahlen nach den ersten Spielen ansehen, hätten wir uns grundsätzlich schon mehr Zuseher erwartet. Aber man muss schon auch die große Zahl der Spiele, sowohl in der Bundesliga, der Red-Zac-Liga als auch im Europacup berücksichtigen und die Besucher verstehen. Generell haben die Fans aber gut auf die Umstellung reagiert und die treuen Unterstützer der Amateurmannschaft sorgen für gute Stimmung. Schon heute freue ich mich auf den Cup-Schlager der Amateure gegen Red Bull Salzburg, da werden sicher viele Austrianer ins Stadion kommen. Weiter Informationen zu diesem Match folgen in den kommenden Tagen. Fix ist bisher nur, dass Abos, aufgrund der Cup-Bestimmungen nicht gelten.Der AC Milan beobachtete zuletzt einige Spiele der Amateure, speziell Michi Madl. Wie reagiert man als Verein darauf?So ein Besuch ist auf alle Fälle ein Qualitätsbeweis für unsere Arbeit, in der Akademie und bei den Amateuren. Ich möchte hier auch Karl Daxbacher lobend erwähnen, der Runde für Runde mit unseren jungen Talenten hervorragende Leistungen zeigt und auch die offizielle Bundesliga-Tabelle, den Einsatz von jungen heimischen Spielern betreffend, überlegen anführt.Man sollte den Besuch des italienischen Beobachters nicht überschätzen. Sicher ist das eine Auszeichnung, aber es bedeutet nicht, dass in der kommenden Saison in der Milan Verteidigung neben Paolo Maldini plötzlich unser Michi Madl einlaufen wird. Viel wichtiger ist für mich, dass es uns gelingt, solche Situationen, gemeinsam mit unseren Spielern, richtig zu bewältigen. Es gibt genug negative Beispiele aus der Vergangenheit, zum Beispiel Sascha Pichler, welcher fast fluchtartig die FSA verlies, zum AC Florenz wechselte und nunmehr bei den LASK-Amateuren spielt. Was unternimmt die Austria, um solche Vorfälle zukünftig zu vermeiden?Oberstes Ziel muss für uns sein, diese talentiertesten Spieler primär für die Austria zu entwickeln und an die Kampfmannschaft heranführen. Wenn dort der Durchbruch gelingt, bleibt den Spielern später immer noch genug Zeit für einen Wechsel ins Ausland. Klar ist, dass wir durch international gute Leistungen, unsere Spieler noch interessanter machen können. Die jungen Spieler müssen realisieren, dass sie auf einem guten Weg sind, aber noch lange nicht dort stehen, wo sie hinkommen könnten. Das ist die wahre Herausforderung für uns im Management. Es ist nicht sinnvoll, jedes Jahr viel Geld in die Akademie zu investieren und die ?Rosinen? von anderen Vereinen herausfischen zu lassen. In diesem Zusammenhang haben wir den Vorteil, seit Jahren die Entwicklung der FSA voran zu treiben. Wir wollen niemanden die mögliche Karriere verbauen, aber wirklich erfolgreich sind wir dann, wenn beispielsweise Michi Madl sagt: ?Der AC Milan ist ein großes Ziel, aber zunächst möchte ich mich bei der Austria etablieren.? Es gefällt mir sehr gut, dass er selbstkritisch seine Leistungen hinterfragt und sich offensichtlich dieser Dinge bewusst ist.Sie waren zuletzt viel unterwegs, haben sie dabei bereits Ideen für unser neues Stadion gesammelt und gibt es in diesem Zusammenhang neue Entwicklungen?Trotz der Reisen war ich natürlich ständig über die aktuellen Entwicklungen informiert. Da ich im Ausland war, habe ich dort die Möglichkeiten genutzt, mir das eine oder andere Stadion ansehen zu können. Einmal mehr ist mir dort wieder bewusst geworden, dass wir ein neues Stadion brauchen, um unser Potential, das wir jetzt bereits haben, ausnützen und ausbauen zu können.Der Ball liegt momentan auf Seiten der Gemeinde Wien. Erst wenn diese Gespräche erfolgreich beendet werden können, kann der interne Prozess, für Austria und MAGNA eingeleitet werden. Ich bin selbst der ?Ungeduldigste? dabei, muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass bei diesem Projekt die Rahmenbedingungen stimmen müssen. In letzter Zeit, verdichten sich jedoch die positiven Informationen, so hat beispielsweise bereits im August der Wiener Planung-Stadtrat Rudolf Schicker, sehr klar zum Thema Rothneusiedl und Stadion Stellung bezogen. Unsere Aufgabe sehe ich insbesondere darin, die Eindrücke, die wir bei den verschiedensten Auslandsreisen gesammelt haben, für die Umsetzung vorzubereiten. Auch wenn der Baubeginn nicht sofort erfolgen kann, können zahlreiche Vorbereitungen schon jetzt getroffen werden, um den Prozess ? selbstverständlich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und Fristenläufe ? umsetzen zu können. Sobald tatsächlich etwas fixiert ist, erfährt es natürlich die Austria Familie zu allererst.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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