08.11.2005, 00:00 Uhr

LINZ KANN WIEDER RICHTIG HERZHAFT LACHEN

Linz kann wieder richtig herzhaft lachen

Etwas mehr als zwei Stunden Busfahrt hatte Roland Linz Zeit, um sich auf dem Weg aus Pasching zurück über seinen fünften Meisterschaftstreffer für die Violetten zu freuen. Dabei ist es nicht wichtig, dass er jetzt bereits um ein Tor mehr als im gesamten Frühjahr bei Sturm Graz erzielt hat. Vielmehr zählt, dass der 24jährige Teamstürmer der Austria zu einem ganz wichtigen Sieg verholfen hat."Das Ergebnis geht in Ordnung", sagt Linz, der auch die Stimmung bei der Mannschaft damit anhob. "In Wahrheit war es für alle ein ganz wichtiges Tor, allen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Hätten wir nicht gewonnen, wäre der Rückstand auf Salzburg schon auf fünf oder sechs Punkte angewachsen - das wäre viel gewesen." Für "Roligoal" war es der erste Treffer seit dem 11. September, dem 2:0 über Red Bull Salzburg, also acht Spiele ohne persönlichem Erfolgserlebnis. Warum es solange nicht geklappt hat? "Als Stürmer bist du auch immer abhängig von brauchbaren Vorlagen. Das soll aber keine Kritik an meinem Mitspielern sein. Wir sind ein Team, kleine Durstrecken gehören dazu. Es ist nicht wichtig, wer die Tore schießt. Zehn Spieler bereiten vor, der Elfte vollendet. Mit diesem Sieg in Pasching sind wir wieder ganz oben dabei."Jetzt ist er einmal froh, dass er am Wochenende die Beine hochlagern kann, die Pause bis 19. November wird er nützen, um ausreichend Kraft für die letzten vier Spiele bis zur Winterpause zu tanken. Es sei denn, er wird auch für das Challenge Team einberufen, das nächste Woche in Mattersburg gegen das "Team Deutschland 2006" antritt. "Wir haben noch viel mehr in uns stecken und ich vertraue darauf, dass wir jetzt eine kleine Serie starten. Natürlich mit ihm im Angriff: "Ich gehe davon aus, dass ich gegen die Admira wieder erste Wahl bin. Ich hätte schon gegen Pasching gerne vom Start weg gespielt, habe die Entscheidung der Trainer vor dem Anpfiff nicht als richtig empfunden, im Nachhinein muss ich zugeben, dass sie goldrichtig war." Sportmanager Peter Stöger ergänzt: "Wenn man als Stürmer längere Zeit kein Tor schießt, baut man sich selber auch Druck auf. Den wollten wir ihm und Rushfeldt nehmen. Diese Maßnahme ist positiv aufgegangen."Nun kann man nahezu zwei Wochen in Ruhe arbeiten.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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