11.11.2005, 00:00 Uhr

HERBSTMEISTER AMATEURE: GÜNTER SCHIESSWALD ANALYSIERT ? TEIL II

Herbstmeister Amateure: Günter Schiesswald analysiert ? Teil II

Für die jungen Wilden im violetten Trikot sind die erfahrenen Führungsspieler wichtige Stützen. Aber auch für die Routiniers ist die Arbeit mit den Nachwuchshoffnungen eine große Herausforderung: ?Es ist toll zu sehen, wie gut sie ausgebildet wurden und werden. Sie können mit dem Ball viel mehr, als die meisten zu meiner Anfangs-Zeit. Egal, ob Schusstechnik oder Koordination, man merkt, dass sie durch eine ausgezeichnete Schule gehen. Freude macht mir auch, dass wir das Vorurteil - der österreichische Fußball hätte keine Talente - widerlegen können. Wir haben genau diese guten, jungen Spieler und unsere Aufgabe ist es, sie noch ein Stück zu begleiten und zu führen. Die, die es schaffen können und wollen, werden dann ihren Weg selber weiter finden.?Vor allem die Ruhe, die die arrivierten Spieler in entscheidenden Situationen ausstrahlen, fehlt manchem ungestümen Talent teilweise noch. Diese Erfahrung und Besonnenheit zu vermitteln, ist eine Aufgabe von Günther Schiesswald, Roman Mählich und Co. ?Wir versuchen Rückhalt zu geben, wenn das Team einmal in Rückstand gerät, oder animieren die Burschen sich in manchen Situationen noch mehr zuzutrauen. In eins-gegen-eins-Situationen entscheidet oft der Kopf, ob es gelingt, am Gegner vorbeizukommen. Hin und wieder müssen wir sie auch zügeln, wenn der eine oder andere einmal zu schnell attackiert. Das sind aber alles Feinheiten, insgesamt sind die Jungen bereits sehr weit.?Nach der Halbzeit-Tabellenführung und der Cup-Sensation geht es nun daran, die gezeigten Leistungen zu bestätigen: ?Für uns ist der Cup noch eine enorme Herausforderung. Da wollen wir es soweit wie möglich schaffen. In der laufenden Meisterschaft haben wir das Ziel, am Ende ganz oben zu stehen. Ständige Verbesserungen der Jungen und ihnen eine ideale Entwicklung zu ermöglichen, ist aber auch ein ständiges Ziel. Die Freude am Fußball möchten wir genauso erhalten, wie sie jetzt im Team spürbar ist.?In seiner Karriere hat Günter Schiesswald etliche Trainer erlebt, das Konzept von Karl Daxbacher ist wieder eine neue Erfahrung: ?Mir gefällt die Arbeit unter Karl Daxbacher und Josef Michorl sehr gut. Sie fördern gezielt die spielerischen Qualitäten. Das ist etwas Besonderes, denn sie achten stets darauf, dass die Übungen der Technik zu Gute kommen aber auch Abwechslung bringen. Taktisch wir das Team auch immer ausgezeichnet eingestellt. Er baut in kleinen schritten das Team immer wieder um und das tolle Resultat daraus, kann jeder an der Tabelle ablesen. Ich kann mir auf jeden Fall viel von ihm abschauen.?Gerade hinsichtlich der eigenen Trainerausbildung (In der kommenden Saison erhält ?Schiessi?, genauso wie übrigens Roman Mählich, die A-Lizenz) kann er sich da vielleicht ein paar Kniffs abschauen: ?Ja, sein Geheimnis habe ich noch nicht im Detail entdeckt, aber es muss etwas gefinkeltes sein. Aber zurück zu meinen Plänen: Der Einstieg als Trainer ist schwierig und noch schwieriger ist es, abzuschätzen, ob ich ein guter Trainer sein werde. Man wird sehen, wo ich meinen Schwerpunkt setze, völlig weg vom Fußball möchte ich aber sicher nicht. Solange es körperlich möglich ist und es mir noch Spaß macht, möchte ich aber auf alle Fälle noch aktiv Fußballspielen und den Amateuren zu Erfolgen verhelfen.?

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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